SHADOWMASS – WASTELANDS

SHADOWMASS

Titel: WASTELANDS

Label: Floga Records

Spieldauer: 46:20 Minuten

VÖ: 19. Januar 2026

Ab und zu mag ich auch mal Gerödel. Indian Nightmare etwa liebe ich vor allem als Liveband. Auch Bütcher konnten mich von Konserve und von der Bühne überzeugen. Andererseits kann ich Midnight so gar nichts abgewinnen.

In diese Nische gehören wohl auch die Griechen SHADOWMASS. Roh und ungezügelt, wie junge Fohlen auf der Weide, so toben sie durch ihre musikalischen „Wastelands“. Auf einer Basis von Heavy und Thrash Metal, die mit diversen schwarzen Elementen garniert wurden geht es rund. Und schwarze Elemente gibt es so gar nicht wenige, vor allem bei der Gitarrenarbeit. Dennoch ist der recht rohe Sound klar und durchschaubar. Selbst der Bass klingt immer gut und fett durch. Häufige Tempowechsel und immer neue Richtungswechsel aber machen, dass mancher Song wirkt, wie aus vielen Ideen zusammengefügt. Da vermisse ich schon mal den roten Faden. Manchmal wirkt das, wie ein Kleidungsstück, das aus verschiedenen Stoffstücken zusammen genäht wurde. Wobei dann nicht jedes Stück auch nicht genau an seinem Platz ist.

Das heißt, es gibt manch tolle Momente, manchmal leider gut versteckt. Einer aber muss sich nicht verbergen. Stammatis Syrakos, Sänger und Gitarrist des Trios, liefert auf beiden Positionen einen tollen Job ab. Viele gute Riffs, sowohl im hohen Tempo, aber vor allem bei etwas gebremster Geschwindigkeit. Aber er gefällt mir vor allem am Mikro. Für solch rohes Geprügel singt er doch ziemlich „normal“. Aggressiv zwar, aber doch weit weg von Grunts, Growls und sonstigem Gekeife.

Besonderes Augenmerk sollte man noch auf die beiden ´Entropy´ genannten Zwischenspiele. Hier zeigen SHADOWMASS besonderes Können, wie man Atmosphäre erzeugt. Wenn es also in Zukunft gelingt, die Kompositionen etwas stringenter zu gestalten, das kann aus dem Trio noch etwas Großes werden.

Mario Wolski vergibt 7 von 10 Punkten