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Specials :: Vergessene Pe ....

Vergessene Perlen: THE TEA PARTY - THE EDGES OF TWILIGHT (1995)
THE TEA PARTY
THE EDGES OF TWILIGHT (67:17 min.)
EMI / UNIVERSAL

Völlig zu Recht vergab der Chefredakteur für The Tea Partys "Interzone Mantras" zu Beginn des Millenniums 10 Punkte und sprach dabei von der "exotisch-arabischen Atmosphäre ihres Geniestreichs ‘The Edges Of Twilight´. Tatsächlich bilden diese beiden Alben die Klammer um die Hochphase The Tea Partys (dazwischen lagen die kaum minder großartigen "Triptych" und "Transmission"). "Edges Of Twilight" ist dabei nicht weniger als eines der besten Rockalben aller Zeiten (keine Übertreibung!), und zwar gerade für jene, die sich eine die hintergründig-düstere Mystik der Doors mit der virtuoseren, leichtfüßigeren Led Zeppelins verbindende Melange vorstellen können. Was macht diese Band jedoch so besonders?

Nun, zum einen ist Jeff Martin mit seinem erhabenen Bariton für mich nüchtern betrachtet (meine Gattin hat einen etwas enthemmteren Zugang zu seinem, ähem, Organ) einer der begnadetsten Rocksänger aller Zeiten, denn er klingt schlicht wie ein Jim Morrison, der weiß, was er tut. Und dazu noch ziemlich begnadet Gitarre spielt... Jedoch sollen auch die Fähigkeiten Stuart Chatwoods und Jeff Burrows´ keinesfalls unter den Kaschmir gekehrt werden: die Grooves The Tea Partys gehören zum alleredelsten vorstellbaren Geschmeide. Die Reise in den Mittleren Osten geht auf "Edges Of Twilight" bereits mit dem wahnsinnigen Opener "Fire In The Head" los, der mit einem luftig-zupackenden Riff alle schamvollen Grenzen einzureißen vermag, die ein Mitteleuropäer (oder Nordamerikaner) eben in sich trägt. Seelenvoller Funkenflug in Vollendung, und dies ändert sich in der folgenden guten Stunde zu keiner Sekunde. Wundervolle Akustikballaden ("The Badger" und die Page/Plant-Hommage "Shadows On The Mountainside"), saftige Klangexperimente ("The Silence"), hintergründig arrangierte Hits ("Sister Awake" oder, el fantastico, "Coming Home" oder die absolute Apotheose "Walk With Me") sowie die sinistren Vibes von Martins Meisterschaft vollkommen zur Geltung bringende Longtracks (das genialische "Correspondences") gehen hier Hand in Hand mit weißen Bluesnummern ("Turn The Lamp Down Low" und das etwas schwächere "Drawing Down The Moon"). Ed Stasiums Produktion sorgt zudem dafür, dass "Edges..." niemals auch nur ansatzweise altbacken 70ies klingt: die Gitarren knallen wie Hölle, Transparenz ist Trumpf.

Und warum zum Deibel starteten The Tea Party dann nur in ihrer Heimat Kanada durch? Nun, 1995 war, gelinde gesprochen, mitnichten eines der besten Jahre für edle Rocksounds. Zudem sind die Hits auf "Edges Of Twilight" nicht auf jenen Punkt komponiert, der ein Massenpublikum anzusprechen vermochte. Martin, Chatwood & Burrows stellten musikalischen Anspruch über Chartplatzierungen. Ich danke es Ihnen hiermit für immer, denn für mich kratzt dieses Album an der Klasse solcher Ikonen wie Led Zeppelins "IV". Der (insbesondere europäische) Markt gab hingegen "thumbs down". Selbst Schuld. Wer "Edges Of Twilight" noch nicht besitzt, erwirbt am besten die 20th anniversary edition im Mediabook, denn diese bietet auf einer zweiten CD zahlreiche Boni. Als ob es dieser angesichts der eh schon wunderbaren Musik bedürfte...

10/10 PM.


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