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Specials :: Vergessene Pe ....

Vergessene Perlen: SEAMOUNT - SACRIFICE (2010)
SEAMOUNT
SACRIFICE (58:50 min.)
CHURCH WITHIN / ALIVE

Dass ausgerechnet das beste Album der Kollaboration von Obernäsler Phil Swanson mit diversen fränkischen Musikern auf obliveon nicht besprochen wurde, ist ein Missstand, den es auszuräumen gilt. Auf diesem dritten Langdreher fand sich 2010 nämlich die uneingeschränkte Apotheose des eklektischen Bandsounds, der in Perfektion dargeboten eben genau jene unwiderstehliche Mischung aus klassischen Sabbath cum Dio-Sounds, Classic Rock, Epic Doom sowie southern-rockigem Sludge (quasi Down mit Skalpell statt Vorschlaghammer) zu bieten vermag, die es auf "Sacrifice" zu bestaunen gilt. Nach zwei durchwachsenen bis guten Alben waren sich die hier auftrumpfenden erfahrenen Musiker der auszufüllenden Fußstapfen nun endgültig und stets bewusst, ein Selbstbewusstsein, das sie endgültig in die Lage versetzte, eigene Duftmarken zu setzen. Insbesondere die ausgeklügelte Gitarrenarbeit mit ihren eigentümlichen, irgendwie an "Wishbone Ash und Lynyrd Skynyrd gone Heavy" erinnernden Soundfärbungen (die Soli wurden im Mix leider mitunter etwas vernachlässigt) weiß dabei zu begeistern; hier würden drei Sechssaitige bei Livedarbietungen wirklich mal Sinn machen. Zudem sind es gerade die Gegensätze, die begeistern: "Sacrifice" hat größere Cojones als CR7 vor jedem Freistoß (breitbeiniger als das Kirk Windstein-Riff von "The Mountains Will Know My Name" geht nicht) und ist gleichzeitig zerbrechlich wie eine geschundene Seele (man höre Swansons tolle Performance in "Ocean I Call You"). Immer dann, wenn man meint, die Band könne den Kompass etwas aus den Augen verlieren, reißt sie das Ruder herum und bricht in neue Gefilde auf (etwa der relaxte Grower "Standing In The Rain"). Dabei bedarf es hier keiner großen Hook-Geste, die Songs wissen auch so zu fesseln und letztgültig gefangen zu nehmen. Gerade in der zweiten Albumhälfte erstrahlen Perlen wie das absolute Highlight "Path To Legend" (was für Gitarren!), der hintergründige Banger "Getting Through" oder der überraschend eingängige Titeltrack dabei in weit hellerem Licht als jede one hit wonder-Supernova. Ein grandioses Heavy Rock-Album, welches sich jeder Freund der genannten Genrenischen in die Sammlung stellen sollte, schließlich bringt es gediegene Ü35-Rockerparties garantiert eine geschlagene Stunde lang in Wallung. "Only Death Shall Do Us Part"!

9/10 PM.


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