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Specials :: VINYL-RE-RELE ....

VINYL-RE-RELEASES auf NOISE RECORDS: DEATHROW
Die Noise-Wiederveröffentlichungen gehen in die nächste Runde. Aktuell sind DEATHROW an der Reihe, denen man wertige Vinyl-Re-Releases spendiert hat. Wer die Teile als Thrasher noch nicht sein Eigen nennt, muss spätestens jetzt zuschlagen. Wer sich schöne Vinyl-Editionen mit Bonus-Material gönnen möchte, hat nun (gute) Gelegenheit dazu. Aber im Einzelnen und der Reihe nach...

RIDERS OF DOOM
NOISE / BMG

1986 preschte das Düsseldorfer Quartett mit „Riders Of Doom“ in die pulsierende Szene. Die neun Tracks hatte man zuvor bereits im Rahmen von Demo-Tapes schon einmal auf Bänder gezimmert und während zahlreicher Live-Shows erprobt. Ähnlich wie ihre damaligen Kollegen von Kreator und Destruction orientierten sich DEATHROW deutlich an den frühen Slayer-Aufnahmen. Jugendlicher Furor und wilde Energie zeichneten das Songwriting und die Performance aus, wobei jedoch schon offenkundig wurde, dass die Musiker Zeit im Proberaum verbracht hatten, um ihre Riff- und Tempogeschosse spieltechnisch zu beherrschen. Vergleicht man dieses Debüt mit den Erstlingen der konkurrierenden ’Teutonic Thrash’-Garde, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass DEATHROW in der gleichen Liga wie die prominenteren Vertreter spielten.

Die Doppel-LP beinhaltet auf Seite A&B das remasterte Album, Seite C enthält drei Tracks des durchaus hörbaren „Samhain“-Demos, Seite D fährt mit einem 85er-Proberaumtape sound- und spieltechnisch harte Koste auf. So und nicht anders waren die Zeiten. „Riders Of Doom“ kommt im Klappcover und hat blaue Vinylfarbe spendiert bekommen. Die Innenhüllen sind bedruckt (Texte, Fotos, Artwork) und auch im Gatefold findet sich jede Menge Material aus den Archiven (Flyer, Presseartikel, Konzerttickets etc.). So muss dat.

RAGING STEEL
NOISE / BMG

Nur ein Jahr weiter zeigten sich DEATHROW anno 1987 reichlich verbessert. Der Reifung der Band lagen zahlreiche Gigs und eine transparentere und druckvollere Produktion zugrunde, die auch hier im Remaster gut zur Geltung kommt. Die zehn Songs wirken in den thrashigen Passagen nochmals härter, ließen jedoch knackige Midtempo-Passagen und Harmonien („Dragon’s Blood“!) zu. Auch Soli und Gesangsarbeit hatten ein höheres Level erreicht, sodass DEATHROW (eigentlich) bereit waren den Kampf innerhalb der Spitzengruppe der deutschen Thrash-Bundesliga auf sich zu nehmen.

„Raging Steel“ hat auf den Seiten C&D dieser Doppel-LP fünf Tracks des „Eternal Death“-Demos sowie eine 86er-Live-Version von „Yigael’s Wall“ zur Seite gestellt bekommen. Die beiden Scheiben kommen in rotem Vinyl, das Gatefold wurde mit Fotos, Flyern und Artikeln zugepflastert, die Innenhüllen sind mit zusätzlichem Artwork und Texten bedruckt worden, was insgesamt ein fettes, wertiges Package ergibt.

DECEPTION IGNORED
NOISE / BMG

1988 und ein Quantensprung. Thomas Priebe war nicht länger Teil von DEATHROW und wurde durch Uwe Osterlehner ersetzt, der die Band mit seinem Songwriting-Input und seinen musikalischen Möglichkeiten (Piano, klassische Gitarre) in neue Sphären hievte. Indes: wer den Wechsel alleine auf Osterlehner zurückführt, verkennt hiermit, dass sich die drei originalen Mitglieder ebenfalls weiterentwickelt hatten (Gesang!) und den neuen Weg - zumindest zunächst - bereitwillig mitgingen.

Ich weiß, dass viele Die-hard-Thrasher und DEATHROW-Freaks dieses dritte Album entschieden ablehnten und gar immer noch ablehnen, bin jedoch der Meinung, dass „Deception Ignored“ ein musikalisch anspruchsvolles, erfreulich überraschendes und erstaunlich gutes Thrash-Werk der Extraklasse war / ist, bei dem sich das Quartett sowohl von spieltechnisch hochwertigem Bay Area-Thrash der Marke Forbidden als auch von Tech-Thrash ala Anacrusis oder Progressive-Metal wie Mekong Delta beeinflussen ließ. Für mich also ganz klar das beste und einzig richtig geile DEATHROW-Album, das in dieser remasterten Edition noch den Bonus-Track „Bureaucrazy“ aufweist, wobei diese Nummer ebenso 2012 Teil der CD-Wiederveröffentlichung von Tribunal Records / Divebomb war. Die Einzel-LP ist in grau gehalten, die Innenhülle ist mit Texten und Fotos bedruckt. Thrash with class!
CL.


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