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obliveon :: IQ

IQ

RESISTANCE (110:08 min.)

GIANT ELECTRIC PEA / SOULFOOD
Ich habe immer wieder festgestellt, dass Bands aus der Prog-Ecke bei mir für einen sprunghaften Anstieg des Herzschlags gesorgt haben, wenn das Material eher unerwartet härter und auch direkter ausgefallen ist. Natürlich sind die Alben dann auch nicht so verfrickelt, was aber richtig Spaß machen kann. Ich war also gespannt wie ein Flitzebogen, als ich die Ankündigung zu "Resistance" gelesen habe. Der Auftakt mit ´A Missile´ lässt es zumindest schon mal ordentlich krachen, so dass die Ankündigung anscheinend nicht zu viel versprochen hat. Einzig Peter Nicholls ist jetzt nicht gerade der Sänger, der mit seiner Stimme eine raue Attitüde ausstrahlt oder mal etwas dreckiger singt. Stattdessen nimmt er mit seiner hellen Stimme, eher Dramaturgie ausstrahlend, einen leicht erhöhten Platz ein und überlässt es seinen Bandkollegen, für die dunklen Tupfer und härteren Anstriche zu sorgen. Diese finden mit ´Rise´ ihre Fortsetzung, wobei sich das eigentliche Highlight auf der ersten Disc gar nicht so düster und hart darstellt. ´Stay Down´ ist nämlich ein sich langsam entwickelndes Stück von hoher Intensität und mit einer Gänsehaut erzeugenden Dramatik ausgestattet, die mich einfach nur begeistert. Im weiteren Verlauf erden sich IQ wieder und spielen ihre Trademarks, teils sogar erstaunlich balladesk, aus, bevor man zum Abschluss mit ´For Another Lifetime´ noch mal einen Longtrack raushaut, der in Sachen Spannungsaufbau feinstes Kompositionshandwerk darstellt. Dieses Mal ist jedoch noch nicht nach gut 53 Minuten Schluss, denn IQ sahen sich wohl in einer kreativen Hochphase und haben noch mal eine knappe Stunde Spielzeit draufgelegt. Den Auftakt bildetr mit ´The Great Spirit Way´ ein weiterer Longtrack von über 22 Minuten, der mit zu den besten Nummern gehört, die IQ je komponiert haben. Hier könnte ich einfach nur mit der Zunge schnalzen und die Briten zu ihrem goldenen Händchen beglückwünschen. Es wird also trotz der teils eingestreuten dunklen Note und der leichten Justierung in Sachen Härte geproggt was das Zeug hält. Dass es ihnen dabei so leicht von der Hand zu gehen scheint, ist der langjährigen Erfahrung geschuldet. Dabei spielt man dezent mit musikalischen Einflüssen, weiß mit Keyboard und Orgel geschickt Akzente zu setzen, ohne zu überfrachten und schiebt teilweise ordentlich Breitwand-Prog durch die Wohnzimmer der Nationen. Ja, es dürfen nach diesem Doppeldecker auch mal ein paar Superlative sein, denn die haben sich die Briten allemal verdient. Einzig die Tatsache, dass mein Flieger etwas zu spät landet, um die Herrschaften im Januar (24.01.2020 im Colos-Saal in Aschaffenburg und am 25.01. in der Turbinenhalle II in Oberhausen) live sehen zu können, treibt mir die Tränen der Verzweiflung in die Augen. Wer es also zeitlich einrichten kann, sollte einen der beiden Termine nutzen und hingehen.
9/10 - RB.


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