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obliveon :: HAMMER OF DOO ....

HAMMER OF DOOM, 16.-17.11.2018, Würzburg - Posthalle
Vorab hatten die Organisatoren des "Hammer Of Doom" mit allerlei Fährnissen zu kämpfen. Unorthodox sprangen kurz vor Beginn des Festivals ab und rissen eine große Lücke in die Festivalkasse, nicht wenige Stammgäste zeigten sich ob des Billings allgemein wenig begeistert. Tatsächlich muss der Blick nicht immer in die Ferne schweifen: mit Mirror Of Deception und Décembre Noir haben zwei deutsche Doombands gerade Alben veröffentlicht, und auch die wiederbelebten Mood oder Magma Rise wären echte Alternativen gewesen. Yours truly selbst erlebte im Laufe der Anreise aufs Neue, dass beim Doom höhere Mächte im Spiele sind, als der Genrepapst höchst selbst intervenierte und mich vor einem fatalen Fehltritt in einen in die falsche Richtung fahrenden Zug bewahrte. Unfehlbar, der Mann!
Würzburg - Posthalle

16.-17.11.2018
Freitag, 16.11.:

Los ging es mit GOAT EXPLOSION. Lässt der Bandname derbste Grind-Klänge erwarten, so straft der zähflüssige Sound der Leipziger derlei Verdachtsmomente umgehend Lügen. Breiige Riffs, melancholischer Gesang und walzige Grooves bestimmen die Szenerie. Jedoch kam man ca. zehn Minuten nicht umhin zu konstatieren, dass die ganze Chose auf der Platte "Rumors Of Man" deutlich zwingender klingt: Was auf Konserve stimmig tönt und zusammenfindet, mundet live wie ein unausgegorener Schüttelshake of Doom. Die Rädchen passen noch nicht ineinander, und gerade Sänger Basti wirkt noch deutlich überfordert. Auch in Sachen Bewegung und Interaktion mit dem Publikum sollte sich in Zukunft deutlich mehr tun. So plätschert der Gig leider nur am Ohr vorbei, ein Umstand, der mich bei erneuter Einfuhr von "Rumors Of Man" etwas betrübt.

Danach ein gefühlter Quantensprung: Iberisches Heißblut entert die Bühne und zuckt zu den Klängen von "Apocalyptic Weapons" gleich biegsam über selbige. Sir Ian Mason erhitzt mit seinem heißen Pornobalken und laszivem Hüftschwung das weibliche Geschlecht, die Riffs drönen hardrockig as hell, der Hit "Calliope" weckt den Astbury im männlichen Teil des Auditoriums, die rote Soße im Körper wallt ‒ aber so recht will sie nicht ins Kochen kommen. THE WIZARDS fehlt es einfach noch an der knackigen Kompositionskunst, den wahren Punkt ihrer Songs zu entdecken und bloßzulegen. So stampft man zwar gefällig mit, aber den lüsternen Goat Of Mendes in mir zünden die Spanier noch nicht. Jedoch kann man nach dem Gig vielen erregten spanische Konversationen lauschen und Neueinsteigern beim Kauf von Bandmerch zuschauen. Mission also erfüllt.

APOSTLE OF SOLITUDE sind seit langem Fackelträger des Doom, gehören für mich mit ihrem zähflüssigste Riffs zelebrierenden Sound jedoch allenfalls zur B-Klasse. Erst mit "From Gold To Ash" haben sie m.E. ein wirklich gutes Album vorgelegt, und auch wenn hier auf dem Hammer of Doom nur ihre Hits erstrahlen, so merkt man doch, dass man es mit einer zwar sympathischen und bodenständigen, aber auch biederen Supernova zu tun hat. Chuck Brown und seine Mannen sind so etwas wie die Kumpel im Doombereich: zwar halten solche Bands mit ihrem Arbeitsethos und ihrer Attitüde am Leben, wenn sie aber ans Tageslicht kommen, sorgen die Kohleschlieren im Gesicht dafür, dass man sie kaum wahrnimmt. Wohl für immer das hässliche Entlein im Doompool. "Blackest Of Times" ist aber natürlich trotzdem immer wieder cool.

Im Vorfeld von mit großer Spannung erwarteten Gigs kann man immer wieder Paradoxes wie "Saviour Machine waren schon immer die Antichristen unter den White Metal Bands" vernehmen. Herrlich! Was folgte, war ein das Publikum spaltendes Erlebnis: während unser Chefredakteur in den höchsten Tönen schwelgt, vernehme ich mannigfaltige kritische Stimmen und von einem dem Meister eigentlich wohlgesonnenen Fan gar ein "so einen Scheiß habe ich noch nie gesehen". Dass ERIC CLAYTON durch und durch Künstler ist, muss klar sein, denn ansonsten könnte man solche Monolithen wie die ersten Saviour Machine-Alben nicht kreieren. In Würzburg macht er es sich demnach auch nicht leicht, steigt mit seinen THE NINE mit dem Beatles-Cover "Helter Skelter" ein – und erntet prompt Nasenrümpfen (etwa vom altgedienten Kollegen AF). Auch danach "lockert" er die Hits der ersten Stunde wie "Son Of The Rain", „Christians And Lunatics“, „The Mask“ und „Killer“ immer wieder mit Spielereien wie Bowie-Coversongs oder Verneigungen vor Bob Dylan und Lou Reed auf, verliert sich selbst zunehmend in Tiraden über den schlechten Monitorsound und verkalkuliert sich zudem mit der Spielzeit, wodurch "Carnival Of Souls" nicht gespielt werden kann. Schade, denn seine großartige Band legt ihm das Fundament, das natürlich in "Legion" besonders hell erstrahlt. Ich gehöre demnach zu jenen, die Clayton zwiegespalten zurückließ.
Der Doompapst in heller Aufregung? Was mag geschehen sein? Am Tag nach dem letzten Europagig WHILE HEAVEN WEPTs gestand er mir echauffiert, er habe in der gesamten Posthalle kein Plätzchen gefunden, um Tom Phillips und den seinen in aller Ruhe lauschen zu können ‒ überall habe das gemeine Fußvolk Schwätzchen gehalten. Nun, in der ersten Reihe war´s ganz ruhig, und so fällt gleich auf, dass Phillips ein ausgeprägtes Faible für den Ozean hat. Den ganzen Gig hindurch ertönen Samples von mehr oder weniger sanft an den Strand schlagenden Wellen, die zu Beginn des Sets angesichts der Konzentration auf heftigeres, ausladendes Prog-Gerödel der "The Furthest Shore" (da isser wieder, der Ozean...)-Sorte treffen und mich schlicht verzweifeln ließen: er wird es sich nicht so schwer machen wie Clayton, zumal die Band offensichtlich mit Soundproblemen zu kämpfen hat?

Immer mit der Ruhe, Brauner, zunächst also "To Wander The Void", und spätestens als "Voice In The Wind" erklingt, ist alles wieder gut. "Soulsadness," "Vessel" (ha...), "The Drowning Years" (haha...) und natürlich "Thus With A Kiss I Die" sorgen für Seelenschmacht deluxe, immer entfesselter spielt die Band um Superdrummer Trevor Schrotz auf, der eigentlich reservierte Sänger Rain Irving geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum, Basser Jim Hunter gibt das Animal, und selbst Phillips wirkt nach der Entscheidung, sein Baby zu Grabe zu tragen, sehr gelöst. Er bedankt sich artig und herzlich bei den Organisatoren, und am Ende haben Band und Fans tatsächlich mehr als nur eine Träne im Knopfloch. While Heaven Wept waren in ihren besten Momenten überlebensgroß und werden uns fehlen. Großartige Band, großartiger Gig, den man nicht so schnell vergessen wird.
Samstag, 17.11.:

Die analen Effluvia so manchen Konzertbesuchers erinnerten einen am nächsten Tag daran, dass der Vorabend feucht fröhlich geendet hatte. SMOULDER holten einen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Eigens aus Kanada eingeflogen, mühten sich die noch viel zu schüchternen Mannen um ihre in gewagtem Outfit agierende Chanteuse Sarah Ann redlich, alas: es mangelte an allen Ecken und Enden an der technischen Expertise, um die mitunter durchaus dampfenden Riffs adäquat in Songs zu pusten. Gerade die Licks und Soli der Herren Wolf und Vincent wurden reichlich schräg gegriffen, und auch die "Sword Woman" selbst segelte timingunsicher an dem einen oder anderen Takt vorbei. Schade eigentlich, denn der Power Doom hat Potenzial. Ich rate jedoch an, erst einmal noch ein bis zwei Jahre im Proberaum zu verbringen, bevor man sich wieder an die Öffentlichkeit wagt.

Diese Sturm- und Drangzeit haben OLD MOTHER HELL hörbar hinter sich. Kurzfristig als Ersatz für die flugfaulen Unorthodox verpflichtet, zeigten die erfahrenen Mannheimer schnell sehr deutlich, wo der Basser die Korkenzieherlöckchen hat: im Bereich kerosinschwangeren 80er Metals. Mit Doom hat der Sound nur sehr peripher zu tun, nichtsdestotrotz wurde der Dreier mächtig abgefeiert, wobei durchaus ins Gewicht fiel dass der etatmäßige Drummer Ruben André nicht zugegen war, denn sein Ersatzmann lieferte einen zwar soliden Job ab, kämpfte aber doch hörbar mit einigen Fills. Basser Ronald Senft bangte sich wie ein von meiner Schwiegermutter geschwungener Wischmob durch geraiste Fists hervorrufende Preziosen der Sorte "Kneel To No God" oder "Old Mother Hell", während Bernd Wener solide entertainte und sang. Machte Bock, klang besser als auf Konserve, und geht so durch. Runde Sache.

DAWN OF WINTER gehören zu den Veteranen der deutschen Doomszene und müssen deshalb schlicht und ergreifend alle paar Jahre mal auf dem Hammer of Doom aufschlagen. Gerrit Mutz war natürlich der redseligste Frontmann des Festivals, und auch wenn seine Körperflüssigkeiten mich nicht wirklich interessieren, gerieten seine Ansagen mitunter durchaus interessant. Der Star war für mich ganz klar Basser Joachim Schmalzried: Seinen Aktionsradius mit dem eines Bierdeckels zu vergleichen, hieße, schamlos zu übertreiben. Ein Kronkorken träfe den Nagel auf den Kopf. Ergo sollte sein Konterfei ab sofort in jedem Wörterbuch als Illustration des Begriffs "stoisch" dienen. Respekt! Ansonsten regierte der traditionelle Doom mit leider übersteuertem Sound, denn die Gitarren ertränkten Mutzs Gesang gnadenlos. Demnach fegten von Jörg Knittel angetriebene SloMo-Attacken der Sorte "The Oath Of The Witch" stählern durch die Unterwäsche, wobei das Fehlen jeglicher "In The Valley Of Tears"-Tracks durchaus negativ ins Gewicht fiel. Dennoch: der neue Superhit "A Dream Within A Dream" (die starke neue CD "Pray For Doom" war flugs ausverkauft), das flotte "Dagon´s Blood", die olle Vitus-Verneigung "Titus Vanis" oder die Genrehymne "Music Of Despair" machten mächtig Laune. Thumbs up!

Danach ein echter Leckerbissen, den nicht nur ich mir mit großem Genuss zu Gemüte führte: die Schweden von HÄLLAS belebten die frühen 70er zu neuem Leben, und zwar die güldenen Zeiten Wishbone Ashs und Deep Purples, und zwar ohne Patina und rumplige Arrangements, sondern mit eigenem Zungenschlag und atemberaubender Spieltechnik (die Gitarrenarbeit war schlicht famos!). Zudem war der Sound Granate und somit deutlich besser (und härter) als auf Konserve, während Sänger Tommy Alexandersson (optisch eine noch androgynere Version des jungen Freddie Mercury) hier tatsächlich die Töne traf. Zwar kann man über die fledermausartigen, spindeldürre Kerlchen verhüllende Kostümchen streiten, aber was zählt, ist der Ton, und der stimmte von der ersten Minute an und zog einen nicht unbeträchtlichen Teil des Publikums in den Bann des Adventure Rock. Egal ob "Astral Seer", der sehnlichst erwartete Discofox "Star Rider", das vetrackte "Repentance", der epische Exkurs "The Golden City of Semyra" oder die im Uriah Heep-style stampfende Bandhymne, hier stimmte fast alles. Wenn Alexandersson jetzt noch die Kommunikation mit seinem Publikum sucht, könnte hier Großes entstehen. Triple-edel mit hopfigem Abgang! Sauber!!
Danach die nüchterne Antithese. Beam me back down, Scotty. PALE DIVINE, verstärkt von Beelzefuzz-Kumpel Dana Ortt, boten bodenständigen Doom der Sabbath-/Pentagram-Schule und machten dies auch von der ersten Sekunde an mit dem Iommi und Butler zitierenden Opener "Curse The Shadows" klar. Frontriese Greg Diener ist mit seiner arschlangen Matte eine imponierende Erscheinung, die Band agierte tight und durchaus motiviert, aber der Kontrast zu Hällas war doch zu stark, als dass man für Begeisterungsstürme hätte sorgen können. Mit nunmehr fünf Alben in der Hinterhand können die Herren aus Penn-Country aus dem Vollen schöpfen, was sie auch taten. Gerade die Interaktion der Musiker imponierte, die Band trat als echte Einheit auf, aber der berühmte Funke wollte eben nicht überspringen, dafür fehlt es den Songs dann, ehrlich gesagt, auch an Klasse – und der Band an Charisma.

Having said that, muss man nun das Phänomen STILLBORN erklären. Ist yours truly Dr Doom, so geht der gefühlt 2 1/2-Meter messende Frontschlaks Kari Hokkanen wahlweise als Professor oder Banker of Doom durch. Krasse Erscheinung, der Mann, dessen Organ wie eine Mischung aus Andrew Eldritch und einem erkälteten schwedischen Waldkuckuck klingt, während seine Bewegungen die einer aus der Spur geratenen Wäschetrommel imitieren. Krasse Moves, slowe Beats, und für mich nicht mehr als gepflegte Langeweile. Machen wir uns nix vor: "Necrospirituals" hinterließ 1989 dezente Fußspuren auf dem weiten Strand des Gothic-/Doom-Metals, aber Tom Phillips’ Samples vom Vortag hatten diese bereits letztgültig ausgewaschen. Danach kam nicht mehr als biederer Durchschnitt, und genau das war es, was man hier auf einem recht prominenten Slot über sich ergehen lassen musste, gerade auch in Sachen Ausstrahlung.

Der Begriff "Durchschnitt" ist dem Wortschatz von SORCERER vollkommen fremd. Es folgte der Triumphzug des Festivals, vom Opener "Sirens" an jagte ein Monsterriff das nächste, Anders Engberg traf jeden einzelnen Ton auch in den allerhöchsten Sphären, das Publikum ging von steil auf supersteil auf megasteil, und zwar von vorne bis hinten. Die Power Epic Doom-Walze schlechthin, schließlich werden Candlemass hier auf allen Seiten mit Vollgas überholt. Eine extrem motivierte, sympathische und kommunikative Band legte den Teppich für Engberg (schade, dass Johnny Hagel live wohl nicht mehr dabei sein wird), atemberaubende Spieltechnik begeisterte, und dann diese Songs: das alles zermalmende "The Crowning Of The Fire King" mit seinem Stadionchorus, der cineastische Epik-Bratzen "Ship Of Doom", der iommige "Dark Tower Of The Sorcerer", das unkaputtbare "The Sorcerer" (mein armer Nacken!) ‒ und dabei erscheinen Großtaten "Unbearable Sorrow" oder "Sumerian Script" gar nicht erst auf der Setlist. Atemberaubend, wie weit die Band es seit ihrem Comebackauftritt in 2010 gebracht hat. Und hier gebührt Olli Weinsheimer ein dickes Lob, denn wer weiß, ob es ohne sein Engagement so weit gekommen wäre? Und schon wieder ganz viel Ozean. Hat da jemand gut bei Tom Phillips zugehört? P.S.: Wenn ihr auf youtube ein Video des Rausschmeißers "Exorcise The Demon" seht, wurde dies von einem extrem aggressiven Vogel aufgenommen, der sich plötzlich mit Ellbogen zwischen die feiernde Meute drängte. Als ich ihn dezent auf die unschönen, da schmerzhaften Nebenwirkungen seines Tuns hinwies, erntete ich Gepöbel. In diesem Falle halte ich es mit D´Artagnan: auch intellektuell duelliert man sich nicht mit Unbewaffneten. Boykottieren, so einen unsäglichen Mist! Sorcerer aber auf gar keinen Fall!!

Nochmal zurück ins Jahr 2010: Ghost treten auf dem Hammer of Doom auf, beweihräuchern das Publikum, schlendern 15 Minuten zu spät in abgeranzten Schlappen auf die Bühne und machen gut zwanzig Minuten später wieder Schluss. Hätte Tobias Forge damals das Budget BATHUSKAs zur Verfügung gestanden, hätte er wohl denselben Mummenschanz veranstaltet. Überall Kerzchen und Memento Moris, ein mächtiges Backdrop, Kutten in 4XL, insgesamt: symbolüberfrachteter Overkill. Nach nur einem Album (aus 2015...) nun also ein Auftritt auf dem Hammer of Doom, atmosphärisch-symphonischer Black Metal mit zugegeben gelungenen Chören, aber was hatte diese Orgie aus Blastbeats und tiefergelegten Riffs auf der Achtsaitigen mit Doom an der Kutte? Nullkommagarnix. Behemoth haben uns natürlich gelehrt, dass solcherlei Gehabe im erzkatholischen Polen noch eine ganz andere Bedeutung hat als im säkularen Deutschland, jedoch: es muss ja auch in den Kontext passen, und das tut es an diesem Abend nicht. Nicht wenige aufgeschlossenere Geister, die sich wenigstens eine Meinung bilden wollten, flohen nach einigen Minuten kopfschüttelnd. Es sei erwähnt, dass einige Dutzend Fans vor der Bühne ihren Spaß hatten. Ich habe Batushka schlicht nicht verstanden. Bin ja auch doof. Soviel dazu. Yours truly PM.

Patricks Füße und seine Rückenpartien zwangen ihn zum Rückzug. So komme ich nun unerwartet noch zu der Überraschung ein paar Zeilen über COVEN schreiben zu können, müssen, sollen, wollen. Da ich nie Fan der Band war, vorab nix vom Review wusste und das Wochenende im SloMo-Partymodus versank, hier also mein gänzlich subjektiver Blick: weniger Mummenschanz als erwartet, eine spielfreudige Band und jede Menge 60s- und 70s-Feeling sowie mit Esther „Jinx“ Dawson eine Kult umwobene Sängerin, die zumindest aus der Entfernung dem Alterungsprozess ein okkultes Schnippchen geschlagen hat und mit souveräner Performance die dunkel angehauchte Hippie-Rock-Keule schwang... (CL)

Was bleibt also? Ein gelungenes Festival mit drei bis vier echten Highlights, endlich halbwegs ausreichenden Sitzgelegenheiten, und echter Freude auf ein Wiedersehen in 2019. Aber nochmal: das Gute ist oft so nah, und gerade im oberen Härtebereich darf es dann doch mal die eine oder andere Doom-Death-Combo anstelle von Black Metal sein. (PM)
Patrick Müller - Pics: Patrick Müller


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