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obliveon :: ASHBURY

ASHBURY

EYE OF THE STYGIAN WITCHES (54:07 min.)

HIGH ROLLER / SOULFOOD
Ja, wir leben im 21. Jahrhundert, ja, die Technik durchdringt inzwischen alle Lebensbereiche. Aber schauen wir zunächst zurück ins Jahr 1983: Ashbury veröffentlichen mit "Endless Skies" ein fantastisches episches Rockalbum, das die Fantasy-Wurzeln von Rock-Giganten wie Uriah Heep und insbesondere Led Zeppelin aufgreift und mit unvergleichlichem Melodiengespür und Feeling in leichtfüßige Song-Kleinode überführt, die auch vor Kitsch der Barclay James Harvest- oder America-Liga nicht zurückschrecken. Nur kriegt dies keiner mit, bis ca. 25 Jahre später der Metal-Underground (ausnahmsweise völlig zurecht) komplett steil geht. Das Comeback-Album "Something Funny Going On" aus 2010 braucht man nicht wirklich, und nun wollen die alten Recken aber endlich an die (zumindest kreativen) Glanzzeiten anknüpfen. Jedoch beschwor ich eben das Feeling von "Endless Skies", und was, bitte was, kann da ein Drumcomputer ausrichten, der zudem schäbig programmiert wurde und dahinscheppert wie unsere von meinem Sohn aus dem Küchenschrank auf den Boden überführten Kochtöppe? Eben, nullkomanix! Schon im Opener "End Of All Time", eigentlich ein Klassesong, der die Bandstärken vorführt, sträuben sich die Nackenhaare ob dieses Umstands (zudem klingen die Akustikgitarren künstlich). Hört man erst einmal notdürftig über diesen Mangel hinweg, so offenbaren sich mit Ausnahme des bescheiden dahingniedelnden und auch nicht eben zwingend eingesungenen (auch anderen Stellen ein Manko) "Good Guitar" zahlreiche Songperlen wie der Longtrack "Waited So Long" mit seinen fantastischen Harmonien, der von einem coolen Riff getragene Bluesrocker "Faceless Waters", die getragene Ballade "Amber Glass" oder der epische Titeltrack. Aber was hilft´s wenn die Stücke allesamt wie Demoaufnahmen tönen? Gab es hier wirklich keinen Sessionmusiker, der den Songs mit lebendigen Drums echtes Leben hätte einhauchen können? Denn die rhythmischen Einschränkungen beschränken eben auch das Zusammenspiel der anderen Musiker, alles klingt hölzern, wenig dynamisch und kommt so natürlich niemals an das organische Klangbild von "Endless Skies" heran (erwähnte ich das zu allem Überfluss ebenfalls unterirdische Artwork?). Seit dem Debüt von 40 Watt Sun hat mich der Sound einer Platte nicht mehr so abgetörnt ("Searchin´" ‒ Mannomann, wer winkt so ein tumbes Geschepper durch?). Wäre dieses Album von einer Band eingespielt worden, gäbe es hier zwei Punkte mehr. Gezz erstmal die letzte Pagan Altar gehört... Scheiß-Technik!
6,5/10 - PM.


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