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Vergessene Perlen: THE BLACK CROWES - THE SOUTHERN HARMONY AND MUSICAL COMPANION (1992)
THE BLACK CROWES
THE SOUTHERN HARMONY AND MUSICAL COMPANION (50:32 min.)
AMERICAN / UNIVERSAL

The year is 1992... Abizeit, Pearl Jam, Nirvana, Alice In Chains, Clawfinger und Rage Against The Machine sowie diverse vergessene one hit wonder aus deren Windschatten regieren die musikalische Szenerie der Jugendkultur. Wer nicht Grunge oder Crossover spielt, ist ein alter Hut. Aber die Zeitmaschine hatte mich eigentlich schon im Sommer 1991 auf dem Airfield in Mainz erfasst... Gerade Sechzehnjährig begeisterte mich damals vor Queensryche (famos!), Metallica (süffig!) und AC/DC (gigantomanisch) eine blutjunge Band aus Georgia, die in den USA mit ihrem Debut "Shake Your Money Maker" die allerletzten Ausläufer der von Guns ´n´ Roses losgetretenen Hysterie hatte auskosten dürfen. Und im Mai 1992 erschien dann eben dieses Album, welches einem musikinteressierten Burschen völlig neue Welten in die Vergangenheit öffnete: Soul, Blues, Rock und Americana gehen hier die wohl ungezwungenste Melange ein, die man sich vorstellen kann. Nebenbei zeigte sich dabei, dass die angeblich so dekadenten 70ies (ohne die "Ten", "Badmotorfinger" oder "Dirt" niemals denkbar wären...) weit mehr zu bieten hatten, als Punk und Grunge uns glauben machen wollten. Dabei ging das Album den Ursprüngen amerikanischer Musik weit tiefer auf den Grund als der weit eingängigere (und bockstarke) Vorgänger, wuchert es doch mit experimentell-jammiger Mucke, die nichtsdestotrotz begnadet arrangiert auf den Punkt kommt: "Thorn In My Pride" sprühte vor Gefühl und der New Orleans-funeral march "Sometimes Salvation" oder das sonnig-louisianige "Black Moon Creeping" eröffneten plötzlich zuvor uneinsehbare Horizonte, die es zu erkunden galt. Dabei haben die eigentlichen Hits dieses Manifests noch keine Erwähnung gefunden: "Sting Me" zeigt den Stones, wo der Blues-Mellotron Hammer hängt, "Remedy" ist in abertausende Tanzflächen gemeißelter Groove, "Hotel Illness" sehnsüchtiger Südstaaten-Rock deluxe, während "No Speak No Slave" dezent-dreckige Rose(s) Tattoo-Töne anschlägt. Neben Chris Robinsons gefühlvollem Gesang sticht seines Bruders Rich ebensolches Gitarrenspiel heraus, das niemals zu Lasten packender Grooves und Swings geht. War "Southern Harmony...", die wohl überzeugendste von Weißen eingespielte Inkarnation vorwiegend schwarzamerikanischer Musikroots, also die letzte Zuckung des ursprünglichen 70ies-Rock oder schon Vorbote des Revivals in den 00er Jahren? I don´t care, and only time will tell. Für mich ist es ein Stück zeitlos-genialer Musik, Teil meiner Jugend, und auch heute noch schlicht makellos. Ein Zenit übrigens, den die Crowes trotz guter Alben nie mehr ansatzweise zu erreichen vermochten...

10/10 PM.


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