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obliveon :: AUDREY HORNE, ....

AUDREY HORNE, 26.01.2018, Dresden – Beatpol


Dresden – Beatpol

26.01.2018
Neue Stadt, neues Glück. Der erste Club, der sich mit seinem Programm nachhaltig nach Erkundung der Underground-Szene in der sächsischen Landeshauptstadt bewarb, war der Beatpol, ehemals Starclub. Da das unweit gelegene Leipzig in Sachen harter Musik in allen Genres und Venuegrößen der Kapitale, die natürlich im Bereich klassischer Musik unendlich viel zu bieten hat, häufig das Wasser abgräbt, konnte man davon ausgehen, dass der Club sehr gut gefüllt sein würde. Dies war jedoch nur bedingt der Fall, denn nur ein gutes Drittel bis zur Hälfte der Tickets für die kleine, wohl ca. 450 Leute fassenden Halle war verkauft worden. Aufgrund einer Erkrankung konnte ich die beiden Vorbands, die Norweger Magick Touch sowie die Australier Dead City Ruins, nicht erleben. Die letzten Töne der Jungens aus Down Under legten jedoch nahe, dass sie mit ihrem auf die Zwölf gehenden Heavy Rock bei einem mächtig steil gehenden Teil des Publikums für erhöhten Glückshormonausstoß sorgten. Für reichlich Applaus war jedenfalls gesorgt. In der Umbaupause konnte ich den Club an sich mit seiner hohen, mit reichlich Patina besetzten Stuckdecke inspizieren. Sehr nett, ebenso die Poster von Bands, die in den letzten 20 Jahren ihren Schweiß in der Halle verteilt haben. Ähnlich wie im schönen Nürnberg traut man den Menschen hier auch noch zu, Flaschen nicht dazu zu benutzen, sie den sich im Umfeld befindlichen Personen über den Schädel zu ziehen, die Preise sind durchaus noch moderat. Recht so.

Nach einer kurzen Umbaupause und einem Muppets-Intro traten Audrey Horne mit reichlich Vorschusslorbeeren auf die Bühne, hatten sie mit "Blackout" doch in nahezu allen szenerelevanten Magazinen den Soundcheck gewinnen können. Und ab ging die Luzie bei gutem (später jedoch abbauendem) Sound mit dem flotten Opener "This Is War" und seinem maidenesken Riff, das gleich für erhöhte Tanz(!!)aktivitäten beim zwischen 18 und 60 Lenzen pendelnden Publikum sorgte. Schnell legte man den neuen, heftig gefeierten Überhit "Audrevolution" nach, bevor man sich auf eine Melange aus "Blackout"-, "Pure Heavy" ("Volcano Girl"!)- und "Youngblood"-Material einschoss, wobei insbesondere "The King Is Dead" etwas überraschend zum Zuge kam. Die Band zeigte sich bombig aufeinander eingespielt, groovte wie Hölle und bezog das Publikum nicht nur in Form Toschie Røds ständig mit ein (zweimal mischte man sich unter´s inzwischen total willenlose Volk); lediglich die Verrenkungen Ice Dales und Thomas Tofthagens (der den Löwenanteil der Leads übernahm) wirkten nach einer Weile doch, ähem, überzogen. Man wünscht Ihnen, dass sie ihm Alter nicht mit chronischer Innenbanddehnung im Knie den Rockstar-Watschelgang einlegen. Wenn sie jedoch Riffs wie das "Prowler"-artige "Naysayer" ins Auditorium peitschen oder "Straight Into Your Grave" ultracool runterrotzen, sieht man über solcherlei Eskapaden hinweg. Jedoch: das eigentliche Ärgernis folgte noch. Da der Club mitten in einem Wohnviertel liegt, war um 23 Uhr Schicht im Schacht, was für Audrey Horne eine Nettospielzeit von etwa 68 Minuten bedeutete; für einen Headliner auch bei einem Eintrittspreis von 22 Euro ein schlechter Witz, auch wenn der Schweiß nach den drei Zugaben von der Decke tropfte. Klarer Fall von eine Vorband knicken und 90 Minuten auf die Bretter, die Herren! Dann hätte man auch den einen oder anderen "Le Fol"-Hit oder mehr als nur "Blaze Of Ashes" vom selbstbetitelten Album ("Down Like Suicide"! "Charon"!! Oder gar "Carrie"!!!) zum Besten geben können.

Also: unterm Strich ein super Gig einer großartigen Band, die sich jedoch das Schweißbändchen am güldenen Revers erst noch verdienen muss.

Setlist Audrey Horne:

Intro Muppet Show
This Is War
Audrevolution
Out Of The City
This Ends Here
Volcano Girl
Blackout
The King Is Dead
Midnight Man
Naysayer
Straight Into Your Grave

Redemption Blues
Waiting For The Night
Blaze Of Ashes
Patrick Müller - Pics: Patrick Müller


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