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obliveon :: HAMFERD

HAMFERD

TÁMSINS LIKAM (43:42 min.)

METAL BLADE /
"Támsins Likam" nähert sich wie eine unheilvolle Nebelwand, die den Hörer nach und nach umhüllt und gefangen nimmt, ohne dass dieser sich angesichts der ihn umgebenden Kälte unwohl fühlen müsste. Kaum ein Lichtstrahl dringt durch dieses naturgewaltige Leichentuch, dennoch wähnt man sich auf einem Leichenschmaus mit guten Freunden, die die Trauer erträglich werden lassen. Nachdem einigen Szenegurus durch die Lappen gegangen war, dass der höchst gelungene Wechselgesang, den sie auf Mourning Beloveths (starkem) letzten Album als atemberaubende Innovation wahrnahmen, bereits geraume Zeit vorher auf dem mindestens ebenso großartigen "Evst"-Album der Faröer in ähnlicher Güte vorgetragen worden war, konzentrieren sie sich nun verstärkt auf grabestiefe Schwere, dringen nicht selten gar in die Gefilde des Funeral Doom vor ("Stygd") und schütten das aufgeworfene Erdreich mit barocker Geste zurück in den alles und jeden gleichmachenden Schlund. Glich "Evst" einer Ode an die überirdisch-heroischen Mächte Islands, so zelebriert "Támsins Likam" die unterirdischen Gewalten: die Band wagt sich hinab in die Untiefen der Seele und ergründet sie mit beängstigender Konsequenz. Riffs und Strukturen verlieren auf dieser Reise an Bedeutung; vielmehr erzeugen Hamferð hier mollig-morbide Stimmungsabgründe, erzählen sehnsuchtsvolle Geschichten, die auch ohne Kenntnis der Sprache ergriffen machen, denn ihre Musik ist bei aller Verwurzelung in der indigenen Mythenwelt lautmalerisch-universell. Diesmal standen also eher Morgion, frühe Funeral oder Swallow The Sun ("Hon Syndrast") Pate, was auch dazu führt, dass "Evst" ohne Frage das Album mit der hartnäckiger haftenden Langzeitwirkung bleiben wird. Dennoch ein überaus mutiges Werk, quasi Watain auf Doom.
8/10 - PM.


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