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obliveon :: TELL ‘EM ALL ....

TELL ‘EM ALL - JAMES HETFIELD

MARK EGLITON

OVERAMSTEL VERLAG

224 Seiten / 20 EUR
Warum gibt es eigentlich Biografien? Weil es findige Journalisten gibt, die sich damit einen Namen machen wollen. Oder weil die Person, die in der Biografie beschrieben wird, ein sehr großes Ego hat und es genügend Leute gibt, die dieses Buch lesen würden und damit auch noch Geld zu verdienen ist. Vielleicht aber auch, weil uns die Person als Zeuge der Zeitgeschichte tatsächlich etwas zu sagen hat und Erlebnisse aus seiner Vergangenheit es wert sind, festgehalten und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Und wo steht James Hetfield? Wahrscheinlich irgendwo dazwischen, je nach Betrachtungsweise mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Pendel in die eine oder andere der beschriebenen Richtungen. Nicht unerwähnt bleiben darf aber, dass Mark Eglinton auch so etwas wie ein Fan Hetfields ist, sein Leben stets beobachtete und für dieses Buch eine richtige Leidenschaft entwickelte.

Natürlich ist das Werk ein Blick hinter die Kulissen und somit ebenso in die Seele von James Alan Hetfield, der seit frühester Jugend der Musik zugewandt war und durch seine Aufgeschlossenheit und seinen breiten Musikgeschmack viele Konzerte besuchte und Platten hörte. Ansonsten eher verschlossen tauschte er sich mit wenigen Freunden und Klassenkameraden aus, hing nach der Schule rum, zockte Riffs und beschäftigte sich mit Lyrics, die bereits prägende Grundlage für METALLICAs „Kill ‘Em All“ waren. Auch die Beziehung zu Lars war eigentlich zum Scheitern verurteilt, was sowohl am spielerischen Vermögen als auch am „schrottigen Set“ lag. Schön, dass es glückliche Fügungen gibt und auch andere Talente den Ausschlag geben können.

Die lockere Erzählweise des Buches, bei dem die losen Verknüpfungen zu Personen und Bands zusätzlichen Gehalt liefern, schlägt sich auf den Leser nieder. Die Biografie liest sich wie ein lockerer Plausch, der die teils innewohnende Dramatik der Ereignisse nicht recht erfasst und sie wie eine alltägliche Geschichte darstellt. Ob es der Tod von Burton oder der Hang zum Alkohol ist, James hat seit seiner Jugend dicke Päckchen zu tragen, die die Band schwer belastet haben, wenngleich man es irgendwie geschafft hat, die Probleme zu thematisieren, anzugehen und sogar zu lösen. Scherben blieben bekanntermaßen dennoch zurück und jeder Fan und Beobachter Metallicas hat sich seinen eigenen Reim auf die Ereignisse gemacht. Zugute halten muss man der Formation sicherlich, dass sie einiges – auch filmisch – aufgearbeitet hat, was man als Indiz für die Größe der Band werten darf.

„Tell ‘Em All“ liest sich locker und leicht, lässt viele Leute mit kurzen Einwürfen zu Wort kommen und bleibt bei einigen Themen mehr an der Oberfläche, als man sich wünschen würde. Interessanter Lesestoff für den nächsten Pool-Aufenthalt oder am Strand ist die Biografie auf jeden Fall, wenngleich der Erkenntnisgewinn für den eh schon informierten Fan nicht groß ausfällt.


RB.


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