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obliveon :: ROCK IN SCHRO ....

ROCK IN SCHROTH, 18.+19.08.2017, Hasselroth - Festplatz
Hasselroth - Festplatz

18.+19.08.2017
Zum ersten Mal verschlug es uns ins beschauliche Hasselroth im Hessenlande. Grund dafür war der erste Auftritt der Architects of Chaoz mit ihrem neuen Sänger Titta Tani. Hinzu kamen noch einige andere Bands, die unser Interesse weckten und die Ankündigung vieler Bekannter, ebenfalls wegen AoC dorthin zu wollen.

Lobend zu erwähnen ist vorab schon einmal der familiäre Charakter des Festivals, dessen Erlös zudem einem guten Zweck zukommt. Ein überschaubares Gelände, zum Glück ohne das mittlerweile leider übliche Kirmeszubehör, ein festes Sanitärgebäude, mehr als faire Preise bei Essen und Trinken und ein vor allem auch schmackhaftes Nahrungsangebot – besonders die Pommes waren hervorragend; ein Dank gebührt dem Malteser Hilfsdienst, der hierfür verantwortlich zeichnet – sind die Pluspunkte des ´Rock in Schroth´.

Freitag ging es bei durchschnittlichem Wetter los mit CREANNA, die dem Publikum eine ordentliche Portion melodischen Power Metals boten. Leider spielte das Wetter bei ihnen so gar nicht mit, so dass sich nur der harte Kern ihrer Fans vor der Bühne einfand. Sänger Matthias ließ es sich nicht nehmen, den Gig vor der Bühne im Regen zu bestreiten und mit den treuen der Treuesten die Matte kreisen zu lassen, während die meisten Leute den Gig unter dem trockenen Sonnenschirm / Bierstand verbrachten, um von dort zu schauen und zu hören. Ein gelungener und vor allem engagierter Auftritt der Power-Metal-Band.

Weiter ging es dann mit METALL. Die Band aus Berlin, deren History bis in das Jahr 1981 zurückreicht, zockt traditionellen Metal. Die Truppe hat über all die Jahre durchgehalten und mit „Metal Heads“ in diesem Jahr auch einen guten Longplayer veröffentlicht. Dieses Engagement und auch die Qualität des Albums hat das Quartett auch routiniert – im positiven Sinne – auf die Bretter der Schrother Bühne gebracht. Metall und ihre Mucke machen definitiv Spaß und sind in vollem Umfang live-tauglich.
Mit PROTZ, die ebenfalls aus dem Land des auch auf dem ´Rock in Schroth´ feil gebotenen Äppelwois stammen, ging es dann in gleicher Manier weiter. Die Truppe war mir bis dato völlig unbekannt. Der fette, traditionelle Heavy Metal fügte sich aber nahtlos in das metallische Programm der anderen Bands ein. Hinzu gab es noch eine Lehrstunde darin, wie man auf einer Bühne gekonnt auf dicke Hose machen kann und das auf die sympathische Art und Weise. Die Combo hatte natürlich ihren eigenen, relativ großen Fanclub dabei, der ordentlich für Stimmung sorgte. Protz passen sowohl auf ein Metal-Konzert als auch auf die nächste Biker-Party.

Der Headliner des Abends war dann REBELLION. Immer noch werden Lulis und Göttlich mit Grave Digger in Verbindung gebracht. Dabei gibt es die Truppe jetzt auch schon sechszehn Jahre und die Jungs haben es mittlerweile auf sieben Langeisen gebracht, über deren vorhandene Klasse wir hier nicht groß diskutieren müssen. Aus der Menge an Longplayern ließ sich natürlich ohne Probleme eine packende Setlist zusammenstellen. „Arise“, „Born A Rebel“ oder „Kiew“ knallten auch in der Live-Version mächtig und dass Rebellion mächtig eingespielt sind, kann nun wirklich nicht bestritten werden. Ein gelungener Abschluss des ersten Tages, bevor es auf den längeren Fußmarsch Richtung Hotel ging.
Der zweite Tag war erst einmal lokalen Bands vorbehalten, die ihre eigenen Fans mitbrachten und den einen oder anderen Lokalpatrioten zu begeistern wussten. Persönlich am besten gefielen mir da noch die Jungs von Spy Row.

Metal-technisch so richtig in die vollen ging es dann mit den Jungs von PERZONAL WAR aus Troisdorf. Da ihr etatmäßiger Bassist Björn verhindert war, griff heute Architects Of Chaoz-Basser Gonzo in die Saiten und beteiligte sich am melodischen Power Thrash der Truppe von Metti und Martin, die sich mit Andreas Ballnus ja schon ein AoC-Mitglied fest in den Kader geholt haben. Die Jungs boten einen guten Querschnitt ihrer neun Langeisen und wirkten trotz der seltenen Bandkonstellation, die es allerdings schon einmal bei einem Auftritt in Ungarn gab, enorm tight und spielfreudig. Mit Tracks wie „Metalizer“, „Speed Of Time“, „When Times Turn Red“ und „5 More Days“ im Köcher kann man nun wahrlich nichts falsch machen, was auch das Publikum so empfand. Cooler Auftritt.

Tja, und dann mehrte sich das Publikum auf dem Rasen merklich, waren doch jetzt die Lokalmatadoren von ODIUM an der Reihe, die auch für das Festival verantwortlich zeichnen und so einige Fans aus dem Hessenland mobilisiert hatten. Der wieder genesene Ralf „Gonzo2“ Runkel am Mikro hatte die Menge vor der Bühne voll im Griff, der gar nicht mehr so neue Drummer MARCEL MÜLLER und Bassistin Belinda sorgten für ein sattes Rhythmusfundament, auf dem dann die Gitarren von Rochus und David so richtig losbraten konnten. Man merkte der Truppe die lange Live-Erfahrung (immerhin existieren Odium seit vierundzwanzig Jahren) und die mittlerweile acht Longplayer mehr als positiv an. Odium nutzten dann auch den Auftritt zur Präsentation des aktuellen, richtig gut gelungenen Werks namens „As The World Turns Black“, zu dem es am Merch-Stand gern genommenes aktuelles Material gab. Die Menge tobte und auch AoC-Drummer Dom ließ es sich nicht nehmen, mit dem Odium-Nachwuchs zu den Backings beizutragen. Schweißtreibender, gelungener Auftritt der sympathischen Truppe.
Headliner des Abends waren dann die ARCHITECTS OF CHAOZ. Wer die letzten Live-Auftritte mit der NWoBHM-Legende Paul DiAnno gesehen und über einen längeren Zeitraum verfolgt hatte, muss objektiv eingestehen, dass bei den immer noch bestehenden gesundheitlichen Problemen von Paul eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich war. Die Architects haben mit dem Italiener Titta Tani einen neuen Sänger gefunden, mit dem wohl so niemand gerechnet hatte und den es heute das erste Mal live zu präsentieren galt. Und das sei schon mal festgestellt: auch wenn man Titta eine gewisse anfängliche Nervosität nicht absprechen konnte, hat der Mann eine geile Stimme und ermöglicht es AoC noch weitere musikalische Facetten zu entdecken. Das Auftreten wurde von Song zu Song ebenfalls selbstbewusster und man konnte merken, dass die Truppe harmoniert. Die Band brillierte musikalisch und ballerte zahlreiche Songs des Erstlings „The League Of Shadows“ durch die Boxen und zeigte, dass sie live nichts verlernt haben. Aber auch einige neue, mit Spannung erwartete Tracks flossen in die Setlist ein. Mit „Into The Fire“, „Hitman“, "Farewell" und „Dead Again“ gab es vier richtig geile neue Songs zu bestaunen. Wer dann auf Maiden-Cover gewartet hatte, wurde durch eine famos gespielte und geil gesungene Coverversion von „Holy Diver“ überrascht und weggeblasen. Da freut man sich doch auf das baldigst erscheinende zweite Album der Truppe, die ja auch musikalisch schon für den Erstling verantwortlich war. Ich kenne jedenfalls keinen der zahlreich anwesenden AoC-Fans – mich und den anwesenden AoC Fan-Club eingeschlossen, der unzufrieden vom Platz ging.
Setlist ARCHITECTS OF CHAOZ:
Intro
Rejected
How Many Times
Into the Fire
Horsemen
Hitman
Dead Eyes
Farewell
Switched off
Intro
Erase the World
Dead Again
When Murder Comes to Town
Intro
Architects of Chaoz
Holy Diver

Damit endete ein richtig gutes, familiäres Metal-Wochenende. Gerne wieder im nächsten Jahr!
Ludwig Lücker. - Pics: Ludwig Lücker / AoC-Pic: Andreas Hälbich


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