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obliveon :: NOVEMBERS DOO ....

NOVEMBERS DOOM

HAMARTIA (59:07 min.)

THE END / US-IMPORT
Die Grenze zwischen melodischem, aber dennoch tiefschwarzem (nicht zuletzt dank Paul Kuhrs Texten, derer sich inzwischen auch andere Bands gerne bedienen) Death Metal und Doom verschwimmt bei Novembers Doom spätestens seit dem Geniestreich "The Pale Haunt Departure" (auf dem auch "Zephyr" eine gute Figur abgegeben hätte) immer mehr - und auch wenn der Opener "Devils Light" deutlich ersterer Stilrichtung zuneigt, läutet er doch bloß eine Achterbahnfahrt ein, in deren Verlauf die Herren aus der "Windy City" uns durch mannigfaltige, von tiefer Melancholie getränkte Täler führen. Was sich auf "Bled White" endgültig abzeichnete, wird hier allerdings zur Gewissheit: wirklicher, muskelstrotzender Doom und Metal sind passé, vielmehr ist femininer Dark Metal nunmehr das Metier von Novembers Doom (das tolle, auf undefinierbare Weise mit Morrissey-Vibes spielende "Ghost"), wobei man in Sachen Arrangements man ein neues Level erreicht hat ("Ever After" - großartiges Solo, wunderbar sehnsuchtsvolle Harmonien!). Kuhr setzt Grunts demnach nurmehr sehr gezielt ein, etabliert sich vielmehr als eine Art (ohne despektierlich klingen zu wollen) Märchenonkel des Metal, der seine Worte gezielt auswählt und phrasiert. Derart gelingt es ihm, ohne großen Stimmumfang vielfältige Emotionen heraufzubeschwören. Und liebe Leute: wenn es in einem Groover wie "Apostasy" wieder aus ihm herausbricht, dann geht in Deckung! Dennoch sind die erinnerungswürdigen Momente dieses Albums jene sanften wie "Miasma", die die neue kompositorische Reife von Novembers Doom greifbar werden lassen, indem sie eine mit quer gedachten, aber dennoch schlüssigen Breaks experimentierende Band vorführen. Und zwar gerade am Ende des Albums: das pechschwarze "Waves In The Red Cloth" sowie der Neunminüter "Borderline" (was ein Songaufbau!) strapazieren jeden short attention span über Gebühr. Ein schwieriges, aber auch sehr mutiges Album, dem man sich die eine oder andere Stunde hingeben sollte – gerade auch, weil es wohltuend wenig marktschreierisch und effektheischend daherkommt. http://www.novembersdoom.com
8,5/10 - PM.


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