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obliveon :: SUBSIGNAL & S ....

SUBSIGNAL & SOUL SECRET, 04.05.2012, Oberhausen - Zentrum Altenberg


Oberhausen - Zentrum Altenberg

04.05.2012
Die Wahl eines T-Shirts ist niemals (!) egal und der Träger vermittelt immer (!) eine Botschaft. An diesem lauen, samstäglichen Frühlingsabend offenbarte das Publikum mit Textilien von Neal Morse, Spock’s Beard, Marillion oder Beardfish (sowie mit diversen neutralen Nicht-Band-Leibchen), dass die progressiven Artrocker in deutlicher Überzahl waren. Technik-Metaller im Auditorium? Mehr als vereinzelt. Der Opener SOUL SECRET entpuppte sich jedoch als Inbegriff einer progressiven Metalband aus Italien. Das Quintett präsentierte sich mit enormen spieltechnischen Fähigkeiten (tolle Gitarren-Leads bspw.), aber ohne das gewisse Etwas und somit den Landsleuten von Kingcrow nicht unähnlich. Der Mix aus Vanden Plas, Dream Theater, Threshold und eben jenen Kingcrow vermochte mich jedenfalls nicht zu packen, der Großteil der rund 150 BesucherInnen spendierte jedoch - scheinbar überzeugt - Beifall. Ein klarer Fall von Übermotivation war dabei Sänger Fabio Manda zu attestieren, der die typischen Gesten, Posen und Animationsversuche aus dem Lehrbuch auspackte und sich scheinbar kaum stoppen konnte das Publikum zu animieren (auch wenn es mitunter bei bloßen Versuchen blieb). „Are You Enjoy?“ (O-Ton ;-)). Ich nicht so wirklich (wie gesagt: engagiert, musikalisch kompetent, aber Songs aus dem Prog-Metal-Baukasten), viele andere dagegen offensichtlich schon.

SUBSIGNAL zeigten im Anschluss, wie man es schafft nicht auf zusätzliche Backing-Vocals aus dem Sampler oder eine weibliche Duett-Stimme aus der Konserve zurückgreifen zu müssen. Neben Ohrenschmeichler Arno Menses, einmal mehr Mittelpunkt der Show, stimmlich überragend und authentisch sympathisch in seiner Bühnenpräsenz, steuerten Basser Ralf Schwager und Keyboarder David Bertok überzeugende Gesangsharmonien bei und eine eigens für die Tour engagierte Sängerin sorgte gar für Vierstimmigkeit bzw. lieferte sich darüber hinaus ein Duett mit Menses. Indes: ihre lasziven Tanzversuche und ein eher plumpes Kokettieren mit betonter Weiblichkeit wirkten - zumindest auf mich - eher unfreiwillig peinlich und, vor allem, im Zusammenhang mit der musikalischen Ausrichtung und der Außendarstellung Subsignals vollkommen deplatziert, was aber auch der einzige kleine Kritikpunkt bleiben sollte. Bei gutem Sound zockten sich Kreativkopf Markus Steffen, bekanntlich ex-Sieges Even, und Co gefühlvoll durch einen exzellenten Querschnitt ihrer beiden beeindruckenden Alben „Beautiful & Monstrous“ und „Touchstones“, lediglich „The Lonely View Of Condors“ wurde von einigen Fans per Zwischenruf anscheinend auf die Vermisstenliste gesetzt. Der Rezensent erfreute sich vor allem am eher Riff-betonten „Echoes Of Eternity“ und dem betörenden „The Sea“, aber auch der Debüt-Opener „Where Angels Fear To Tread“, „My Sanctuary“ und der abschließende, unaufdringliche Ohrwurm „The Trick Is To Keep Breathing“ zählten zu den Highlights eines durchaus begeisternden Gigs, in dessen Verlauf mit „Eyes Wide Open“ (bereits mit Sieges Even veröffentlicht und gewissermaßen das Startsignal für Subsignal) und „The Size Of Light On Earth“ wahre Unplugged-Momente spendiert wurden: Steffen an der Akustischen, Bertok an der zweiten Wanderklampfe und Menses mit seinen einfühlsamen, ausdrucksstarken Linien im Fokus der reduzierten Darbietung. Das Publikum honorierte diese doch speziellen Momente gerade bei „Eyes Wide Open“ mit lauten Gesängen und animierte Arno in seiner Begeisterung zu einer Runde durchs Auditorium. Fan-Nähe, bodenständiges, erfrischend natürliches Auftreten und große Songs: Musikliebhaber, was willst Du mehr? Danke für einen schönen Konzertabend.
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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