Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

obliveon :: OBLIVION - Di ....

OBLIVION - Die ungeschminkte Wahrheit – Ausgabe 5/99
Die fünfte Ausgabe des „Oblivion“ und die erste, bei der die Seitennummerierung nicht auf purer Vermutung oder grober Schätzung beruhte. Es geschahen also doch noch Zeichen und Wunder. Das Redaktionsteam wurde abermals aufgestockt – wer zur Hölle war Thomas Stroscher??? (Ich weiß es, sag aber nix! SBr)- und die Megadeth-Titelstory konnten wir samt – nennen wir es mal eine Spende - der EMI aus der Tasche leiern. Ja ja, liebe Leser. Jetzt können wir es ja unumwunden zugeben: wir waren (und sind) mehr oder weniger korrupt, wobei der Grad der Korruption abhängig vom jeweiligen Redakteur war. Andreas beispielsweise war mit einer Dauerkarte für den MSV Duisburg zufrieden, Uwe mit neuer Karnevalsschminke um als Pandabär Black Metal gerecht aufzutreten und Steve mit neuen Schlangenlederstiefeln.
Die Initiative „Schule – Nur mit Warpaint“ (s.Seite 80) war übrigens mit dem Kultusministerium des Landes NRW abgestimmt.
Das Thema Gesang beschäftigte Andreas in seinem Interview mit Tom Angelripper besonders. Erst der dezente Hinweis, dass Andreas das letzte Onkel Tom-Album mit seinem Backgroundgesang veredelte – zur grossen Gesangskarriere hat’s trotzdem nicht gereicht – und die bahnbrechende Erkenntnis, dass Tom nun Gesangsunterricht nimmt. Den Alben hört man das bis heute nicht an. Der Hinweis darauf, dass der Snare-Sound so mancher Band wie ein Joghurtbecher klingt, legt zudem die Vermutung nahe, dass auch Sodom schon mit diesem Sound experimentiert haben. Muss wohl auf „Sign Of Evil“ gewesen sein.
Uwe lieferte mit der Überschrift zum Immortal-Interview wieder einmal den Nachweis literarischer Extraklasse: „Winterportale jenseits des Offensichtlichen“, so die Schlagzeile, was immer uns das sagen soll. Ob Immortal mittlerweile noch gewachsen sind und tatsächlich grösser sind als Venom, liess sich mangels Gelegenheit auch noch nicht nachprüfen.
In der Zwischenzeit verzweifelte uns Steve an der Tatsache, dass DC Cooper, damals noch Frontröhre von Royal Hunt, ihn zum wiederholten Male interviewtechnisch versetzt hatte, und dass trotz einer ansprechenden Kritik zu seinem Solo-Album. Nicht persönlich nehmen Steve ... und übrigens, du kannst jetzt auch aufhören zu warten. Er ruft nicht mehr an.
Erstmalig trieben wir - also Sven - uns beim „Bang Your Head“ in Balingen rum, nur um keine Gelegenheit auszulassen, der „Semilegende“ Destruction zum Ende des Jahrtausends jegliche Daseinsberechtigung abzusprechen. Der „Rezensentenschlaf“ ist übrigens das Synonym für „Rausch ausschlafen“ und ob Ronnie James Dio die Bezeichnung als „Der Kleine“ respektvoll findet, wage ich schwer zu bezweifeln. Dennoch bewies Herr Bernhardt Weitsicht mit der Aussage, dass sich das „Bang Your Head“ im jährlichen Veranstaltungskalender etablieren wird.
Den Beginn einer langjährigen und wunderbaren Freundschaft bedeutete das Interview von Andreas mit Andy B.Franck von Symphorce, wobei Andreas nicht nur kurz eine Rechtsberatung durchführte und mit Fragen wie „Ist Euer Bassist der Mike Hammer aus „Sledge Hammer““ glänzen konnte, sondern gleich auch noch dem Rat von Andy B.Franck nachkam, sich um eine Rechtschutzversicherung zu kümmern.
Unserem Zweitberuf als Inkassobüro konnten Andreas und ich dann auch wieder einmal nachgehen, nachdem die doch etwas zwielichtigen Herren des „Undercover“-Labels sich standhaft weigerten für ihre Anzeigenschaltung zu zahlen. Und glaubt uns, am Schluss haben sie doch gezahlt.
Nicht direkt als Lügner, aber zumindest doch als Schummler offenbarten sich Deutschlands umstrittene Schwarzmetaller Mystic Circle, die, entgegen ihren Beteuerungen beim Fotoshooting In Düsseldorf niemals ohne „Warpaint“ aufzutreten, mittlerweile ihre eigenen Ideale verraten haben. Wie heisst es doch so schön: was stört mich mein Geschwätz von gestern.
US-Thrash-Legende Testament waren im übrigen nicht nur dafür verantwortlich, dass endlich mal eine neue Band in der Playlist unseres Bandschlächters Sven auftaucht, sondern auch dafür, dass Sven aufgrund dessen nun von allen für komplett verblödet erklärt wurde. Aber keine Sorge, das Trauma ist überwunden und Sven geht es, den Umständen entsprechend, wieder gut, auch wenn Corvus Corax schnell erkannt haben, dass Sven der „Executioner“ ist. Nicht besonders verwunderlich bedenkt man, dass Sven mit dem Teufel gesprochen hat.
Was unser Krawallexperte Uwe unter einer authentischen Gewaltorgie versteht – die „Love Parade“ auf der B1 vielleicht -, will uns auch nach der Lektüre des Dead Head Interviews nicht so recht einläuten. Ist vielleicht auch besser so.
Wer mir unterstellen würde, ich hätte aufgrund des Interviewumfangs von fünf Seiten des Rockbitch-Interviews das “Goldene Kondom” gefangen, den muss ich leider enttäuschen. Gitarristin Babe empfing die Journalisten, die bei ihr in einem Kölner Hotel zum Interview eingeteilt waren, übrigens so wie Gott sie erschuf, nämlich splitterfasernackt. Daraus könnt Ihr schon ableiten, dass meine Interviewpartner, Gitarrist „The Beast“ und Sängerin Lucie, bekleidet waren, sonst wären kaum ein 5-Seiten-Interview zustande gekommen, ähem ...
Kreator’s Mille gibt mit „Endorama“ einen Einblick in sein Seelenleben, denn aufgrund seiner Aussage, dass „glückliche Musiker bessere Platten machen“, scheint er bei den Aufnahmen zu diesen Aufnahmen verdammt unglücklich gewesen zu sein.
Interessant auch Taetres Aussage, dass „Death Metal eine gute Therapie ist, um nicht einfach Arschtritte zu verteilen“. Vielleicht sollte so mancher Erstligaverein ein paar verhinderte schwedische Death Metal-Musiker unter Vertrag nehmen. Schalke zum Beispiel, dann klappt’s endlich auch mal mit der Meisterschaft, denn treten scheinen die Schweden ja zu können.
Weitere schwedische Lebensweisheiten gefällig? Arch Enemys Michael Amott realisiert, dass die Japaner 1999 endlich aus den Achtzigern erwachen und ihm den Lebensunterhalt als Musiker ermöglichen, indem sie seine Rechnungen zahlen. Bekommt jetzt jeder Japaner einen Schnipsel von Michaels Rechnungen, oder wie muss man sich das konkret nun vorstellen?
Machine Head sorgten mit nachfolgender Aussage nicht nur bei Redaktionsneuling Patrick für verständnisloses Kopfschütteln (was demzufolge auch nicht an der badischen-amerikanischen Sprachbarriere gelegen haben kann). Ich zitiere: „Ein Mischen von allen Elementen, die bei Machine Head schon da waren, wie der Melodie, dem Hip-Hop und der Heaviness, ein Sich-Gegenseitig-Anziehen-Lassen der Elemente, nur zehnmal so stark wie zuvor.“ Klingt irgendwie nach höherer Physik, also vollkommen sinnlos.
Poverty’s No Crime, Prog Metaller vor dem Herrn, outen sich als beinharte Metalla, gegen die selbst Joey DeMaio – remember: „Würdest Du für Metal sterben“ - so wirkt, als sei er gerade der Krabbelgruppe entwachsen: „Ich steh’ morgens auf. Ich schlaf’ Metal, ich eß Metal. Ich scheiss’ Metal“. Bildlich stell ich mir das jetzt lieber nicht vor, zumal Gitarrist Marco Ahrens sicher schon ein Kloschüsselabonemment bei OBI hat, oder auch bei Praktiker. Da gibt’s ja eh schon alles zwanzig Prozent billiger.
Seine latent militante Ader liess Stephan im Interview mit Enola Gay aus Osnabrück erkennen, lernte er doch die Bombe zu lieben. Wie steht denn die Familie zu dieser Lebensbeichte, lieber Stephan, zumal du wenige Seiten weiter auch noch die Dänen Crystal Eyes penetriert hast? Da tun sich ja wahre Abgründe auf!
Hohe Ziele hatten sich Ebonylake gesetzt. Da nur sieben Prozent der Gehirnkapazität genutzt werden, war das erklärte Ziel der Briten durch ihre Musik die restlichen dreiundneunzig Prozent des Gehirnschmalzes in Wallung zu bringen. Da man ausser diesem einen Album nie wieder etwas von Ebonylake gehört hat, wäre es interessant zu wissen, ob sie ihr Ziel gleich mit dem ersten Album erreicht haben, oder so kläglich gescheitert sind, dass jeder weitere Versuch sinnlos erschien. Ich habe jedenfalls keinen Unterschied vor und nach dem Album feststellen können.
Ob Peccatums Ihriel die Schwester von Ariel ist lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, doch welch ungeahnte Vermarktungsmöglichkeiten und neue Absatzmärkte sich daraus hätten ergeben können: „Ariel wäscht Black Metal rein“, zum Beispiel, oder ein Sponsoring des W:O.A. Gross genug waren die Schlammpfützen in Wacken ja immer.
Redaktionsküken Sonja bekam einen Einblick in die Familienverhältnisse bei Subway to Sally und revanchierte sich mit der Überschrift „Eine gute Ehe feiert Hochzeit“ für das Interview mit den Potsdamer Mittelalterrockern. Entsetzen hingegen löste das Bekenntnis Bodenskis aus, dass auch Subway neuzeitlichen Errungenschaften wie einem Wasserhahn und dem Fernseher nicht abgeneigt sind. Von wegen authentisch ...
Rezensionstechnisch ging es gleich mit Aboryms „Kali Yuga Bizarre“ und den von Uwe attestierten „vertonten Perversionen“ in die vollen, bevor Amen mit ihrem Album eine Todgeburt erschufen, der weniger Geschliffenheit gut zu Gesicht gestanden hätte. Angizia erhielten für ihr Werk „Das Schachbrett des Trommelbruders Zacharias“ den „Kleinkunstpreis von Niederholthausen“, überreicht von unserem Kulturbeauftragten Sven, während Autumnblaze mit ihrer „Dämmerelbentragödie“ leider nur für Hobbits, Elfen und Trolle musizierten. Anders Beyond Dawn, deren Zielgruppe mit „Reverie“ als die der Berufspessimisten und Allroundmelancholiker recht treffend erkannt wurde. Niederschmetternd fiel Andreas’ Kritik zu Constraint’s „Changes“ aus, wo der „geile Sound bessere Musik verdient“ gehabt hätte. Einen Grundkurs in Staatsbürgerkunde verschafft uns Markus mit seiner Rezi zum DAF/DOS-Album, wonach sich „Staatenbildung und Anarchie widersprechen“ würden. Dark’s „Revolution“ wurde von Sven in Teilen als „Softporno Background“ klassifiziert, und während E-Craft mit ihrem Album „Electrocution“ „Stromschläge an Körper und Geist“ austeilen, und dies nicht nur für „Bürstenfrisuren“ interessant sein könnte, lullt Andreas aufgrund Stromausfalls die Mädels scharenweise mit „Akufolk“ und Empyriums neuestem Werk ein. Manowar bekommen als „lauteste Band mit den dünnsten Armen“ in der Kritik zu Goddess of Desire’s Album „Symbol Of Triumph“ per Saitenhieb auch mal wieder ihr Fett weg. Meine Wenigkeit muss Patchouli benebelt gewesen sein, als ich Illuminates „Letzter Blick zurück“ mit einer rundum positiven Kritik bedachte. Die grosse und attestierte Karriere blieb bei Julie Laughs No More leider aus, und dass trotz der Tatsache, dass Nuclear Blast die Band nicht unter Vertrag genommen hat. „Die versteckte Kamera“ vermutete Andreas, als er Dave Lombardos Trommelepos „Vivaldi: The Meeting“ rezensieren durfte. Wie gerne hätten wir ihm, wie erhofft, doch eine Rondo Veneziano-CD zur Besprechung gegeben. Patricks Weltbild wurde erschüttert, als er bei Lotus’ Album „Fruitage“ Flötentöne vernehmen musste, was ihn spontan auf die Spuren Goethes führte: „Willst du einen töten, probier es mal mit Flöten“. Das muss unseren Cheflayouter dermassen begeistert haben, dass er die Rezension gleich zweimal im Heft unterbrachte. Wenig Begeisterung brachte Stephan für Metalium auf, die er kurzerhand als Inzuchtband titulierte und somit einen Einblick in die Familienverhältnisse der Herren Musiker gab. „Klapperdrumming“ und Gesang in Gestalt von „Badewannenabflussounds“ legen den Verdacht nahe, dass Mortician in Sven keinen neuen Fan gefunden haben. Wattestäbchen an die Plattenfirmenverantwortlichen verteilte Andreas nach dem Hörgenuss des Povertys No Crime-Albums „Slave To The Mind“. Geholfen hat das aber auch nicht. Dem Presseinfo zu Stalins „Vater unser (Schwarzer Müll)“ attestierte Markus einen höheren Unterhaltungswert als das Album selbst und dass „Schwarzie Gesetzlos“ mit W.A.S.P und seinen Merchandise-Preisen bereits vor gut zehn Jahren einen an der Klatsche hatte wies Sven nach, wo ein Baseballschläger schon mal die Kleinigkeit von 95 $ kosten durfte.
Dass „Rock Hard“ in unserer Fanzine-Rubrik zu besprechen bescherte den Dortmunder Kollegen einen so ungeheuren Popularitätsschub, dass das „Rock Hard“ das mittlerweile grösste Metal-Magazin Deutschlands ist. Und wem haben sie das zu verdanken? Unserem Andreas!
Soviel zur fünften Ausgabe. Mit der sechsten Ausgabe begaben wir uns in die Niederungen Wackens und haben einen Abstecher nach Australien gemacht, aber lasst Euch überraschen. Der Wahnsinn geht weiter ...
Michael Kuhlen


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler