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IMPORTE :: SKYEYE

SKYEYE

DIGITAL GOD (67:19 min.)

EIGENPRODUKTION / SLOWENIEN-IMPORT
Slowenien? Ja, klar der nördlichste Splitterstaat des ehemaligen Jugoslawien! Skyeye? Wer bitte? Noch nie gehört! Digital God? Was ist das? Antwort: Das aktuelle Album einer slowenischen Nachwuchs-Kapelle, welches auch noch als Eigenproduktion erschienen ist! Ne, sorry, ist einfach zu viel auf dem Markt. Kann man alles gar nicht kaufen. Nächste Woche kommen alle Slayer-Alben in popel-grünem, pissgelbem und kack-braunem Vinyl heraus. Da brauch ich meine Kohle.
Etwas überspitzt ist es doch das, was vermutlich 95% alller Metal-Fans denken. Falls du, lieber Leser, zu den Querdenkern mit gutem Musikgeschmack zählst, dann hau einfach ein paar Euros raus um dir „Digital God“ zu sichern. Wenn nur 10% aller Maiden-Fans dieses Album kaufen würden, wäre mein Glaube an den Musik-Markt wiederhergestellt. „Digital God“ ist ein Album, welches in der Maiden-Historie gut zwischen „Piece Of Mind“ und Powerslave“ passen würde, wenngleich es sich durchaus hier und da die Progressivität einiger der Spätwerke einverleibt hat. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll euch dieses Meisterstück ans Herz zu legen. Gut, das Intro ist das Intro, aber schon mit „Fire“ zeigt das Quintett, dass Slowenien seine (eiserne) Jungfräulichkeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt. Der Titelsong steht dem in Nichts nach und mit dem Track „In The Name Of Skyeye“ liefern die Jungs eine Hymne in bester Art von Helloween, Angra, Iron Saviour & Co. ab. „Run For Your Life“ klingt wieder enorm nach Maiden aus genau der vorgenannten „Piece Of Mind / Powerslave“-Phase. „Secrets Of The Damned“ ist ein rein instrumentales Zwischenspiel, bevor mit einem orientalisch angehauchten Beginn das Stück „Jerusalem“ in epischer Länge von 8 ½ Minuten ausgerollt wird. Jede Sekunde dieses Songs hätte auch ohne Qualitätsverlust auf der „Powerslave“ stehen können. „Confess Your Sins“ ist der möglicherweise schwächste Track des Albums, insofern man angesichts dieser Genialität überhaupt von schwach sprechen kann. „Book Of Life“ ist ein eher mitreißendes, fetziges Stück in der Tradition solcher Songs wie etwa „Sun & Steel“. In Anbetracht der Kürze ist das vermutlich der beste Anspieler für ein Probeheören, wenngleich hier die progressiveren Elemente nur wenig bis kaum zum Einsatz kommen. „Tsunami“ legt mit einer Länge von 10:30 min nochmal einen drauf und bietet dem geneigten Hörer sogar Motive aus „Rime Of The Ancient Mariner“ dar. Fans der Band erinnern sich an den Narration-Part inklusive der knarrenden Schiffsplanken. „Stardust“, ein solider Track, und das nochmals ausufernde „Galactic Wind“ (9:40 min) bringen die Begeisterungsfähigkeit des Hörers erneut zum Kochen.
Was kann es an diesem Album zu Meckern geben? Ja, die NWoBHM allgemein und Maiden im Besonderen gehören zur Lieblingsmusik der Slowenen, das versprüht jede Note dieses Albums. Ist das verwerflich? Keinesfalls. Insbesondere nicht, wenn Songwriting und Darbietung über jeden Zweifel erhaben sind. Die Instrumentalfraktion ist tight bis zum Letzten, selbst der Bass ist Bass und kein verwaschenes Gewummer im Hintergrund und was der Sänger seinen Stimmbändern abverlangt ist eines Bruce Dickinson absolut würdig. Neun fette Punkte, ohne Wenn und Aber. Fragt beim Metalcommander (metaljoe@gmx.de ) nach Preis und Verfügbarkeit.
9/10 - SBr


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