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IMPORTE :: THE PROPHECY

THE PROPHECY

ORIGINS (50:30 min.)

ASCENSION / UK-IMPORT
Dieses Album wurde bereits am 16. September letzten Jahres veröffentlicht und MUSS auf diesen Seiten einfach Beachtung finden, denn mit "Origins" haben die britischen Doom Deather ein echtes Meisterstück komponiert. Nach dem großartigen "Revelations" aus 2007 hatten die Engländer m.E. ein wenig den roten Songwritingfaden verloren, den sie auf diesem Geniestreich dafür umso geschickter weiterspinnen. Endgültig hat man sich von den großen Vorbildern Anathema, Katatonia, Opeth und My Dying Bride emanzipiert, deren Einflüsse inzwischen zu einem großartigen Ganzen verschmelzen. "Origins" ist eine in fünf Teile unterteilte Suite (die Stücke sind zwischen gut acht und 12 1/2 Minuten lang), die in jeder Sekunde tiefe empfundene, weltschmerzige Gefühle atmet und diesen, luftig instrumentiert, auch die nötige Zeit gibt, sich zu entfalten. Schon der Opener sakralisiert sich in über mehr als 12 Minuten, von denen man nicht eine einzige missen möchte, als Ode an die geschmackvolle UK-Schule heraus, lebt von einer sehnsuchtsvollen Weltklassemelodie, die sich über düstere Stromschnellen perpetuiert. "II" knüpft nahtlos daran an, der Einstieg mit dem fantastisch in Szene gesetzten Gegensatz zwischen Matt Lawsons (diesmal sehr gezielt eingesetzter) Elchtodstimme und seinen im Vergleich zu "Salvation" deutlich verbesserten cleanen Vocals ist herrlich umgesetzt, das Arrangement des Stücks schier atemberaubend. Greg O´Shea stellt seine hervorragenden Gitarrenkünste (was für ein Solo in "II", dito in "IV"!) hier mehr denn je in den Dienst des sich in lavaesker Schönheit ergießenden Songflusses, denn der Star des Albums ist eindeutig Lawson: die von ihm erzählten, dank seiner deutlichen Artikulation sehr gut nachvollziehbaren Geschichten stehen im Vordergrund, und es gilt eben, diese klanglich zu untermalen. Die einzelnen Teile der Suite funktionieren zwar für sich, aber in seiner Gesamtheit wird aus "Origins" ein echtes Kunstwerk mit Suchtwirkung. Zwar gibt es kaum echte Tempovariationen (es geht hier mehr um die Nuancen der leisen Töne), aber dennoch fesseln die Songs dank der geradezu erstaunlichen, den Geist der Grafschaft Yorkshire atmenden melodischen Meisterschaft, wobei der verstärkte Einsatz von Keyboards seinen Teil zum Gelingen des Projekts beiträgt. "Origins" ist das beeindruckende, ganzheitlich gedachte Manifest einer erwachsen gewordenen Band, die sich endgültig definiert hat. Wer "Rust & Bone", "A Line Of Deathless Kings" oder "A Frail Becoming" sagt, muss ab sofort auch "Origins" röhren! Ein Album wie ein kontrolliert-emotionaler Vulkanausbruch.
9,5/10 - PM.


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