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Interview-Section :: Index: 'V' :: VIRTUAL EMBRA ....

VIRTUAL EMBRACE
Der Teufel schreibt die besten Lieder
Der Begriff “Hellektro” macht seit einiger Zeit die Runde, wobei man hier in letzter Konsequenz nichts anderes versteht, als die konsequente und folgerichtige, musikalisch deutlich härtere Fortführung dessen, was Bands wie :wumpscut”, Hocico oder Suicide Commando bereits seit Jahren fabrizieren. Exponierteste Vertreter dieses Stils sind neben X-Fusion wohl Virtual Embrace, die mit ihrem zweiten Album die volle elektronische Breitseite in Richtung Clubs, Fans und Medienvertreter abfeuern und neben einer krachenden Tanzbarkeit ein unglaubliches Aggressionspotential offen legen. „Mitschuld“ an dieser schier erdrückenden Brutalität, die im übrigen keinerlei direkten Bezug zum Industrial beeinflussten EBM aufweist, ist die Hinzunahme DJ Cyberchrists, der das bis dahin als Solo-Projekt Mike Johnsons (Sero Overdose, Agonoize) ausgerichtet Soloprojekt erst richtig in Form brachte und den kreativen Output des Wahlberliners kanalisierte. Da Mike zum Zeitpunkt des Interviews leider verhindert war, übernahm DJ Cyberchrist die Beantwortung der Fragen, wobei einige Punkte jedoch ungeklärt bleiben mussten.
Wie seid ihr im nachhinein mit dem Debüt “Escape To Insane” und den Reaktionen, die auf das Album folgten, zufrieden?

>> Die Frage müsste eigentlich Mike beantworten. Ich für meinen Teil denke, dass „Escape To Insane“ nicht so gut ist wie „Hellektro“. Mike war noch dabei den richtigen Sound für Virtual Embrace zu finden und ich glaube, dass wir nun sehr nahe an dem sind, was er erreichen wollte. <<

„… Ich finde nichts schlimmer, wenn ein Album nur durchkloppt“ ist ein Zitat aus unserem ersten Interview zu „Escape To Insane“. Wenn ich mir „Hellektro“ nun so anhöre, ist aber genau das der Eindruck, den dieses Album vermittelt. Täusche ich mich, oder hast sich die Einstellung zum Songwriting hier radikal verändert?

>> Ich bin mir nicht ganz sicher, wie du das meinst, denke aber, dass “Hellektro” nicht die ganze Zeit durchballert, viel abwechslungsreicher ist als „Escape To Insane“ und musikalisch einen grossen Schritt für uns nach vorne darstellt. Ein neues Bandmitglied ändert natürlich auch die Art des Songwritings, zumal Mike bis dahin ja auch eine One Man-Band war. <<

Wo siehst du selbst die musikalischen wie auch lyrischen Unterschiede zum Debüt?

>> “Escape To Insane” klang sehr viel experimenteller. Mike war bewusst auf der Suche etwas zu machen, was sich komplett von Agonoize, Infekktion und Sero Overdose abhebt. Virtual Embrace war das Vehikel dazu. Mike und ich haben uns mit „Hellektro“ zusammengefunden um etwas zu erschaffen, das cluborientierter und mehr auf’s Publikum ausgerichtet war. Ich wollte immer helfen Musik zu erschaffen, die in den Clubs gespielt wird. Tracks wie „IAM“, „Grief Cry“ und „Virtual Embrace“ sind solche Songs und ich bin unglaublich stolz auf dieses Ergebnis. <<
Du hat zu „Hellektro“ einen Teil der Texte beigesteuert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

>> Wir haben uns auf dem „Dark City“-Festival in England getroffen, wo ich Agonoize interviewed habe. Ich war da als DJ und wir haben sehr schnell herausgefunden, dass wir sehr viel gemeinsam haben. Das Jahr danach habe ich im „K 17“ in Berlin aufgelegt. Mike kam vorbei und wir entschieden, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Virtual Embrace brauchten dringend einen Frontmann und mit mir als absoluten Fan der Band war die Wahl wohl naheliegend. <<

Warum hat Mike überhaupt einen externen Texteschreiber hinzugezogen? War er mit den Texten in der Retrospektive nicht zufrieden? Wo unterscheiden sich deine Texte von dem des ersten Albums?

>> Es ist immer schwierig Songs in einer Sprache zu schreiben, die nicht die Muttersprache ist. Also habe ich Mike angeboten Texte zu schreiben und Mike war froh jemanden gefunden zu haben, der auf eine gute Qualität der Texte bei Virtual Embrace achtet. Der Unterschied liegt in der Komplexität der Texte und der Tatsache, dass meine Texte sehr persönlicher Art sind. <<

Welche Rolle spielen Texte überhaupt im Gesamtkontext von Virtual Embrace?

>> Als DJ und Musikhörer war ich immer ein Freund von Bands wie Interlace, Assemblage 23 und Tactical Sekt, die eben auch gute Texte haben. Wir singen doch alle gerne unsere Lieblingslieder mit, was die Herangehensweise an unser erstes gemeinsames Album war. Wir wollten intelligente Texte schreiben, die auch zu der cluborientierten Ausrichtung der Musik passten. <<

Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen das neue Album „Hellektro“ zu nennen? Als eindeutige Beschreibung des Stils, so dass auch unvoreingenommene Hörer gleich wissen, was sie erwartet, oder gibt es andere Gründe?

>> Nun, es heisst doch, dass der Teufel die besten Songs hat. Das war die grundsätzliche Idee. „Electro“, aber eben auf eine höllische Art und Weise. <<

Auch „Hellektro“ liegt wieder eine Bonus CD mit Remixen anderer Künstler bei. Welche Erfahrungen und Ideen kann man aus den Remixen anderer Künstler für sich selbst und seine Arbeit mitnehmen?

>> Mike hat immer neue Bands unterstützt, wenn er nach Remixern gesucht hat. Meine Idee war, ein paar meiner Lieblingsbands für Remixe der Arbeit von Virtual Embrace zu gewinnen. Wir haben eine Veröffentlichung rein für DJ’s mit den cluborientierten Tracks gemacht, was immer auch mein Traum war. Von dem Ergebnis bin ich sehr angetan, im Gegensatz zu Mike, der da nicht so sehr begeistert von ist. <<
Im Rahmen des ersten Interviews hatte Mike Live-Auftritte mit Virtual Embrace vorerst verneint. Hat sich diesbezüglich etwas Neues ergeben?

>> Ich denke, dass die Chancen für zukünftige Liveshows ganz gut stehen, aber da hat Mike natürlich auch ein Wort mitzureden. <<

Was sind die nächsten Pläne für Virtual Embrace auf der einen, aber auch mit den ganzen anderen Projekten auf der anderen Seite?

>> Ich würde sehr gerne weitere Kollaborationen in der Zukunft eingehen, aber das ist alles noch nicht in trockenen Tüchern. Wer weiss also schon, was die Zukunft für Virtual Embrace noch bringen wird. <<
http://www.virtual-embrace.de
Michael Kuhlen


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