Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

Interview-Section :: Index: 'V' :: VANDEN PLAS

VANDEN PLAS
Blutnacht – Die Chronik der Unsterblichen
Andrej Delãny, ein Unsterblicher, wird im Kampf mit dem Schwarzen Ritter durch eine magische Waffe - Odins Schwert - verletzt und steht vor der Entscheidung, entweder zum Gott aufzusteigen und an der Seite der Göttin Meruhe zu herrschen, oder aber mit Hilfe eines magischen Elixiers neue Kraft zu sammeln und noch einmal in den Kampf mit dem Ritter zu ziehen, um dann zu siegen und an der Seite seiner Geliebten Maria leben zu können. Zusammen mit seinem Freund Abu Dun begibt sich Andrej auf eine Reise nach London, Transylvanien und Venedig, um die ihm gestellten Prüfungen erfolgreich zu bestehen. Doch Gegenspieler wie der boshafte Gott Loki, der fanatische Inquisitor Domenicus oder gefährliche Vampire um Graf Dracul und die Blutgräfin stehen ihm im Weg. Grundlage der Rockoper sind Figuren und Motive aus Wolfgang Hohlbeins Romanzyklus »Die Chronik der Unsterblichen«, die unter dem Titel »Blutnacht« zu einer neuen Geschichte zusammengefasst wurden. Erzählt wird sie mit melodischer Rockmusik und Elementen der Weltmusik - alles frisch komponierte Songs, die neue Facetten der Progressive-Metal-Band »Vanden Plas« aufzeigen.

»Die Chronik der Unsterblichen« ist ein Zyklus historisch-phantastischer Romane des deutschen Autors Wolfgang Hohlbein (*1953). Mit einer Gesamtauflage von über 40 Millionen Büchern gilt er als der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Roman »Märchenmond«, der seinen Siegeszug in zahlreichen Ausgaben von den USA bis in den Fernen Osten bis heute ungebrochen fortsetzt. 1993 stand sein phantastischer Thriller »Druidentor« für ein volles Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste, gefolgt von vielen anderen Titeln, darunter auch die preisgekrönte Serie »Die Chronik der Unsterblichen«, die er in den Jahren 1999 bis 2011 in bislang dreizehn Romane fasste.

Als großer Fan der Progger »Vanden Plas« ging Hohlbein mit der Idee, aus seiner Romanserie »Die Chronik der Unsterblichen« eine Rockoper zu gestalten, auf die Musiker zu. Sind seine Romane bereits schon als Comic oder Hörbuch erschienen, so ist dies nun die erste Bühnenumsetzung eines Werkes des erfolgreichsten deutschen Phantastik-Autors, welches am Pfalztheater in Kaiserslautern Welturaufführung erleben wird.

Über die musikalische Umsetzung haben wir uns mit Bandmitglied Stephan Sill unterhalten, der uns einen Einblick in seine Arbeit, das Theaterstück und die weiteren Planungen im Zusammenhang mit Vanden Plas gewährt.
Hallo zu einem Interview der besonderen Art, was ich in der Form noch nicht geführt habe. Für Dich dagegen ist der Job als Musiker auf der einen und Theaterproduktion auf der anderen Seite was ganz Normales, auch wenn die Grenzen für dich fließender sind. Du bist für die Komposition und die musikalische Umsetzung durch die Band verantwortlich. Beschreibe doch mal bitte deinen Alltag, mit welchen Themen musst du dich beschäftigen und inwieweit spürst du einen Druck, da ja am 21.01.2012 die Premiere ist?

Stephan: >> Für mich als Songwriter ist der Druck in erster Linie in der Vorproduktion vorhanden – also in der Zeit, in der die Songs komponiert werden. Wenn es anschließend an die Proben am Theater geht ist es mich persönlich etwas entspannter, da ich erst wieder zu den gemeinsamen Bühnen-Orchesterproben mit dem Stück in Verbindung trete. Für die Schauspieler beginnt allerdings mit den ersten Proben die heiße Phase. Der Alltag spiegelt sich dann in zwei täglichen, mehrstündigen Proben wider. Die Zeit dazwischen wird fast immer für die Besprechung von notwendigen Korrekturen bzw. Verbesserungen oder Diskussionen bezüglich neuer Ideen genutzt. <<

Vanden Plas ist als Band ja deine erste Station gewesen, Side-Projects und die Theaterproduktionen kamen später noch hinzu. Hattest du dir damals vorgestellt, dass dein musikalisches Leben derart untypisch verläuft und du mit der Band so häufig mit Theaterproduktionen zu tun hast?

Stephan: >> Zu Beginn natürlich nicht. Dass der Werdegang von Vanden Plas in diesen Bahnen verläuft war keinesfalls vorab zu sehen und letzten Endes natürlich auch eine Verkettung glücklicher Zufälle. Wir waren einerseits zur richtigen Zeit am richtigen Ort, andererseits boten wir die notwendige musikalische Qualität, die für die entsprechenden Projekte erforderlich war. <<

Kommen wir mal langsam auf das Thema zu sprechen, nämlich „Die Chronik der Unsterblichen“ und Wolfgang Hohlbein. Wie kommt man als Pfälzer mit einem Niederrheiner zusammen, kennt man sich schon länger?

Stephan: >> Ich kannte Wolfgang Hohlbein nur vom Namen her. Durch unsere Rockopern „Ludus Danielis“ und „Christ O“ kam der Kontakt zu ihm zustande, wofür in erster Linie unser Sänger Andy Kuntz verantwortlich zeichnete. Die Basis für unsere Zusammenarbeit wurde durch ihren Gedankenaustausch über mögliche gemeinsame Projekte gelegt. <<

Wenn man etwas mit dem Namen Hohlbein in Verbindung bringt, dann sind das seine Fantasy-Romane. Sehr erfolgreich ist seine Reihe „Die Chronik der Unsterblichen“, so dass es logisch erscheint, hierzu eine Rockoper aufzuführen. Wieso hat man aber den Weg gewählt, einen Seitenstrang aufzuführen und nicht auf bestehende Handlungen der Reihe zurückgegriffen, zumal reichlich Material vorhanden ist. Soll der Besucher durch die neue Geschichte angelockt werden?

Stephan: >> Es ist unmöglich, einen 13-Bänder seriös in einer Aufführung auf die Bühne bringen zu wollen. Deshalb musste es dem Autorenteam gelingen, eine in sich abgeschlossene Geschichte zu erfinden, die die schönsten Schauplätze sowie die wichtigsten Personen der bisherigen Handlung zeigt. Wolfgang Hohlbein hat sich dazu entschlossen, einen Roman zum Bühnenstück zu schreiben, basierend auf dem Libretto, das er zusammen mit Andy Kuntz und Dieter Winkler (Autor und Manager von Wolfgang Hohlbein) erstellt hat. Dies ist eine Exklusivität, welche absolut keine Selbstverständlichkeit darstellt. Er hat dies nur angeboten, weil er an die Bühnenversion, die eine unerzählte Geschichte innerhalb der gesamten Chronik darstellt, glaubt. Ein Roman, speziell auf ein Bühnenstück bezogen, ist etwas sehr Besonderes. Ich denke aber nicht, dass dieser Mehraufwand notwendig ist, um weitere Theater-Besucher anzulocken oder eine grössere Aufmerksamkeit zu erzielen. <<

Der Roman dazu wird ja auch im Handel erhältlich sein. Sollte man ihn vorher gelesen haben oder wird dadurch der Überraschungsmoment genommen?

Stephan: >> Der Roman erscheint erst zur Premiere. Natürlich kann man den Roman vorher lesen, es ist aber kein Muss. Das Stück erklärt sich von selbst, es sind auch keine Vorkenntnisse der anderen 13 Romane aus dem Zyklus „Die Chronik der Unsterblichen“ notwendig. Es ist dem Besucher aber wie immer selbst überlassen, in wie weit er sich im Vorfeld über das entsprechende Bühnenstück informiert. <<
Du hast ja bereits an der einen oder anderen Rockoper mitgewirkt, „ChristO“ ist jedem Vanden Plas-Fan ein Begriff und auch „Abydos“ dürfte der eine oder andere im Schrank stehen haben. Wolfgang Hohlbein meinte, dass das, was er bisher zu „Die Chronik der Unsterblichen“ zu hören bekommen hat, wesentlich rockiger ist als eure bisherigen musikalischen Umsetzungen. Kannst du dazu etwas Näheres sagen?

Stephan: >> Alle unsere bisherigen Produktionen – „Abydos“, „Ludus Danielis“ und „Christ O“ – hatten eine absolut rockige Ausrichtung, und „Die Chronik der Unsterblichen“ geht ebenfalls in diese Richtung. Ich denke, dass die Musik für „Die Chronik der Unsterblichen“ insgesamt aber etwas breiter gefächert ist als bei unseren bisherigen Stücken –von richtig hartem Stoff bis hin zu barocken Arrangements ist alles vorhanden. Manche Lieder kommen eventuell etwas monumentaler, entsprechend der Charaktere sogar monströser daher, als man es bisher von uns gewohnt war. Das würde dann die Aussage von Wolfgang Hohlbein bestätigen, falls er sich auf diese Songs bezogen hat. <<

Andy hat in einem anderen Interview bereits angedeutet, dass zu „Blutnacht“ auch ein Album von Vanden Plas geplant ist und bereits Verhandlungen mit der Plattenfirma stattfinden. Wie soll das in der Praxis laufen, werden die musikalischen Ideen verdichtet und mit Texten versehen?

Stephan: >> Das stimmt in der Tat. Die Basis für die CD sind die Originalversionen, die wir für dieses Stück geschrieben haben. Diese werden wohl noch etwas mehr in Richtung Vanden Plas getrimmt, aber es wird keine einschneidenden Änderungen geben. Die Texte werden auch denen des Bühnenstückes entsprechen. <<

So wie sich die Handlung liest und abgeleitet von den Charakteren werden sicherlich auch tolle Kostüme zu sehen sein. Kannst du bestätigen, dass auch dem Auge einiges geboten wird?

Stephan: >> Das hoffe ich natürlich, und ich gehe selbstverständlich auch davon aus. Ich habe aber noch keinen Blick darauf werfen können. Das Pfalztheater gibt sich aber auch in dieser Hinsicht immer extrem viel Mühe und wird auch diesmal bestimmt niemanden enttäuschen. <<

Hast du mittlerweile alles von Hohlbein gelesen oder kämpfst du dich noch durch?

Stephan: >> Weder noch. Dazu fehlt mir momentan einfach die Zeit. <<

Was gibt es sonst Neues von Vanden Plas? Ich hörte, Andreas bastelt an einer DVD…?

Stephan: >> Das stimmt. Mein Bruder sichtet gerade das Material unseres Auftrittes beim diesjährigen Progpower-Festival in Atlanta / USA. Wann und wie wir diese Aufnahmen nutzen werden müssen wir aber erst noch sehen. <<

Vielen Dank für deine Zeit und dieses Interview! Zum Schluss möchte ich dir Gelegenheit geben, ein paar Worte an eure Fans zu richten.

Stephan: >> Alle, die unsere bisherigen Produktionen sahen, können wohl ohne Bedenken auch in „Blutnacht - Die Chronik der Unsterblichen“ gehen. Und alle, die uns und unsere Arbeit bisher nicht kannten, ebenfalls. Also einfach gesagt: Jeder ist willkommen! Ich erwarte ein großes Bühnenspektakel mit der entsprechenden Musik und hoffe, dass wir niemanden enttäuschen werden. <<
Die Daten zu „Blutnacht – Die Chronik der Unsterblichen“ im ´Pfalztheater´ Kaiserslautern:

21.01., 25.01., 28.01., 31.01., 03.02., 08.02., 26.02., 10.03., 23.03., 31.03., 07.04., 23.06.
http://www.vandenplas.de // http://www.pfalztheater.de/
Robert Buder.


[ Zurück zum Index: 'V' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler