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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IMPERIA

IMPERIA

QUEEN OF LIGHT (67:49 min.)

MASSACRE / SOULFOOD
Man kann sich streiten, ob Imperia nun Gothic- oder Symphonic-Metal spielen, doch eins ist klar: sie schlagen, was den Bombast und Helenas Stimme angeht, in Richtung Nightwish, wobei sie nicht etwa abkupfern, sondern gekonnt neue Maßstäbe setzten. Auf ihrem zweiten Album „Queen of light“ erwarten den Hörer dreizehn episch-bombastische Songs mit hohem Wiedererkennungswert, gefühlvollem Klavier und Orchester, wobei dennoch der Metal nicht zu kurz kommt. Über alledem steht die in den tieferen Tonlagen satte und volle Stimme von Helena Michaelsen, die zur Höhe hin dramatisch und sehr virtuos wirkt.
Losgelegt wird mit dem verzaubernden „Mirror“, dem dramatischen „Raped by the devil“ und dem energischen und doch träumerischen “Fly like the wind“, die zweifelsohne die stärksten Stücke auf „Queen of light“ sind. Ganz nach dem Motto „Die Metaller schreiben die schönsten Balladen“ befinden sich mit dem verträumt-melancholischen „Broken Wings“ und „Facing Reality“ wunderschöne Balladen auf der CD. Auch „Abyssum“ , das anfangs mit dem Mönchschor eine düstere Stimmung vermittelt, und „Braveheart“, das von einem tänzerischen, schwebenden Part in einen heavy Refrain wechselt, zählen zu den ruhigeren Stücken. Dass Imperia eine multikulturelle Truppe ist, zeigt sich nicht nur durch die Heimatländer der Musiker, sondern auch durch die verschiedenen Kompositionen. So schlägt „Norway“ anfänglich in Richtung irische Folklore, geht dann aber durch das flotte Tempo und die düster-metalischen Riffs doch in Richtung Norwegen. „Fata Morgana“ ist – wie der Name schon vermuten lässt – orientalisch angehaucht, zählt aber nicht zu den besonderen Songs. Dass Helena Michaelsen während der Aufnahmen zum Album ein Kind zur Welt brachte, wurde wohl in „The Birth of...“ verarbeitet. Der Song lebt gänzlich ohne die Stimme von Helena Michaelsen und könnte ebenso gut mit seinem elbenhaften Chor Hintergrund eines „Herr der Ringe“ – Films sein. „Queen of light“ weckt einen dann erst mal aus der Trance, bevor das Stück am Ende wieder den Kreis zu „The Birth of...“ schließt. Das abschließende, schwebende „Missing you“ ist noch mal eine wunderschöne Streichernummer, das einen gelungenen Anschluss bietet. Leider haben Imperia in der zweiten Hälfte mit der Abwechslung fast ein bisschen übertrieben, die Songs geben kein geschlossenes Gesamtbild mehr ab, es wird zu bunt. Auch sollte Helena lieber in den tiefen Tonlagen bleiben, der Refrain in „Queen of Light“ wirkt zu opernhaft und in „The Calling“ wird es leider so übertrieben dramatisch und die Tonlagen so oft gewechselt, dass einem schon die Haare zu Berge stehen, bevor „Missing you“ wieder Versöhnung mit dem Hörer schließt.
Alles in allem, auch wenn es ab der Mitte öfter etwas auszusetzen gibt, haben Imperia durchaus wunderschöne Songs geschrieben, die das Album hörenswert machen. Vielleicht wären zwei kürzere Alben besser gewesen, um die vielen verschiedenen Themen und Motive unter einen Hut zu kriegen, doch empfehlenswert ist die CD allemal.
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