Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: TRISTANIA

TRISTANIA

ILLUMINATION (48:25 min.)

STEAMHAMMER / SPV
Eine Band, die es ganz früh in ihrer Karriere geschafft hat den Meilenstein eines Genres zu schaffen – gemeint ist hier natürlich „Beyond The Veil“ – und mit dem Track „A Sequel Of Decay“ gar einen meiner persönlichen ewigen Top-Hits zu kreieren, die wird es mit nachfolgenden Epen erwiesenermaßen immer schwer haben. Die Norweger hatten nach „Beyond The Veil“ sogar das zusätzliche Problem, dass ihnen mit Morten Veland nicht nur ihr äußerst charismatischer Sänger und zugleich einer der beiden Gitarristen abhanden kam, sondern gleichzeitig auch noch der Hauptsongwriter. Auf „World Of Glass“ setzten die verbliebenen Musiker noch auf Konstanz und begannen bereits damit, bei sich selbst abzukupfern. Mit dem vierten Album, „Ashes“, zeigte die Band sich dann erstmals auf neuen Pfaden. Das Tristanias Musik sich im Laufe der Jahre wandeln würde, wandeln müsste und auch gewandelt hat, wollten sie denn nicht untergehen, war zu erwarten. Ob der Wandel gar so extrem ausfallen musste, wage ich nicht zu bewerten. Fakt ist, dass jeder, der ein neues „Beyond The Veil“ erwartet hat, zwangsläufig bitter enttäuscht sein wird. „Illumination“ ist ein Album, das zwar die urwüchsige Kraft eines „Beyond The Veil“ vermissen lässt und stattdessen ganz auf Melancholie und Langsamkeit setzt, aber dadurch an neuer Faszination gewinnt. Da mittlerweile auch Extrem-Shouter und Veland-Ersatz Kjetil Ingebrethsen die Norweger verlassen hat und die restliche Truppe beschloss „Illumination“ ohne (Dauer-)Ersatz einzuspielen, hat Frontfrau Vibeke fast ein Solospiel. Und da kommt neben der Vielfalt der Kompositionen auch die Vielfältigkeit ihrer Stimme zum Tragen, was zwangsläufig auch Abweichungen vom bisherigen Schaffen mit sich bringt. Was Vibeke auf „Illumination“ an Emotionen rüberbringt, davon wird eine Liv Kristine ihr ganzes restliches Leben nur träumen können. Der Opener „Mercyside“ beginnt schon mit fast Nick Cave-artigen Vocals, wird aber durch unerwartet harte Drums und Gitarren ergänzt. Die vereinzelt eingestreuten Growls sorgen für weitere Überraschungseffekte. „Sanguine Sky“ klingt dann gar nach einem Zusammenspiel von Nick Cave und Kate Bush. Ein Gesangsstil, den Vibeke auch auf den Tracks „Open Ground“ oder „Down“ aufbietet, während der Beginn des rockigen „Lotus“ durch ihren Gesang und die Instrumentierung schon fast an einen Loreena McKennit-Song erinnert. Demgegenüber stehen wiederum Stücke, wie beispielsweise die klassisch behaftete Ballade „Destination Departure“, das düstere und gar doomig daherkommende „Fate“, das herrlich atmosphärische, allerdings etwas zu lang geratene „Deadlands“ oder das fantastische „The Ravens“, bei dem Vibeke sich mit dem zu Höchstform auflaufenden Gastsänger Vorph (Samael) ergänzt. Nein, „Illumination“ ist kein Meilenstein wie „Beyond The Veil“, aber es ist ein facettenreiches, wunderschön melancholisches Album. Und „Beyond The Veil Teil II“ hatten wir doch bereits mit „World Of Glass“, oder?
8/10 - SBr


[ Zurück zum Index: 'ALL' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler