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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: INZEST

INZEST

THE SICKEST OF SOCIETY (36:12 min.)

BURNSIDE / REBEAT
Die vier Österreicher, die es sich nicht nehmen lassen, auf ihrem Booklet zu „The Sickest Of Society“ den Kommentar „Against Child Abuse“ abzudrucken, bezeichnen ihren Musikstil selbst als Bulldozing Deathcore. In der Tat eine recht treffende Beschreibung, wenngleich die gern benutzte Planierraupenmetapher schon ein wenig abgenutzt ist. Die klangliche Brutalität ist durchaus mit der von den guten alten Dying Fetus zu vergleichen, wobei Inzest auch keinen Hehl daraus machen, vom amerikanischen Todesmetall beeinflusst zu sein. Musikalisch sehr abwechslungsreich, aber durchaus ein homogenes Bild erzeugend fällt durchweg der durch gnadenlose Stimmbandbeanspruchung hervorgerufene Gesang – oder sollte man doch eher sagen, das Gebrüll? – von Maggo ins Gewicht. Speziell bei „The Humachinery“ gewinnt man einen köstlichen Einblick in die Stimmbandqualitäten von Maggo, der auf dem Booklet seine verbalen Ausdünstungen mit „Vokills“ umschreibt. Hier schwenkt er auch schon mal um und präsentiert zwischenzeitlich feinstes Grindgegrunze. Textlich sieht sich der Hörer, wie so oft bei dieser Art von Musik, mit dem scheinbaren Paradoxon konfrontiert, dass brutale Texte („I’m still fucking here / So suck my dick you fucking bitch“) dazu dienen, sich gegen Gewalt auszusprechen. Etwas deutlicher wird die Einstellung der vier Musiker bei Passagen wie „Tanks have turned white snow… / White snow into red“, oder auch „No one can hear your screams / when you’re raped by your dreams“, Passagen die also eine Abwesenheit von Gefühlskälte durchblicken lassen. „Das Leben ist eins der härtesten“ soll mal einer gesagt haben, und genau davor wollen Inzest ihre Augen nicht verschließen. Da kann man doch ruhig mal über das im Opener zum Ausdruck gebrachte Eigenlob hinwegsehen. Wer ordentlich losknüppeln will, muss sich dann und wann nun mal ein wenig selbst motivieren. http://www.inzest.musick.at
8/10 - MO


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