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ALLE REVIEWS :: Index: 'H' :: HENNING PAULY

HENNING PAULY

BABYSTEPS (75:41 min.)

PROGROCK / US-IMPORT
Henning Pauly? Stirnrunzeln... Ach, der emigrierte Deutsche, das Hirn von Chain und Frameshift. Also wahrscheinlich ein ansprechendes Album! „Ziemlich“ produktiv ist Pauly auf jeden Fall, schickt er doch inzwischen das siebte Album innerhalb dreier Jahre ins Rennen. Und im Falle von „Babysteps“ handelt es sich beileibe nicht um leichte Kost, sondern um ein ambitioniertes, auf einem zusammen mit Matt Cash ausgeklügelten Konzept beruhenden Prog-Epos im Stile Ayreons oder Dream Theaters „Metropolis II“. Die Story dreht sich um die psychische Odyssee des Sportlers Nick, der sich nach einem Unfall in einem Rollstuhl wieder findet. Verpackt ist diese Ayreon-like in ein abwechslungsreiches Prog-Gewand inklusive verschiedener Sänger, die in jeweils unterschiedliche Charaktere schlüpfen. Die berühmtesten Vokalisten in dieser Schar sind diesmal James LaBrie sowie Sagas Michael Sadler, und so mag man erahnen, dass es in dieser Hinsicht nur wenige Kritikpunkte gibt (auch wenn gerade Jody Ashworth, der dem „Helden“ Nick seine Stimme leiht, streckenweise zu wenig Charisma versprüht). In instrumentaler Hinsicht orientiert sich Pauly diesmal maßgeblich an orchestralen Savatage-, mithin Trans Siberian Orchestra-Kompositionen (gleich das, wenn auch etwas holprige, Opener-Doppel „Café 1“ / „I Don’t Need You“ gibt diese Richtung vor). Prog-METAL Fans sollten „Babysteps“ also mit einiger Vorsicht, wenn auch nicht voreingenommener Abneigung, begegnen, denn die Kompositionen Paulys basieren oft genug eher auf durchdachten, verschiedene Themen wiederholt aufgreifenden, Klavier-Partituren als auf knackigen Gitarrenriffs (die zudem etwas vordergründiger hätten produziert werden dürfen). Jedoch bedienen das harte Instrumental „Café 4“ oder „Listen To Me“ auch Fans gediegen rockenden Progs. Ansonsten dominiert opulenter, jedoch mitnichten überladener, Prog-Rock die Szenerie, gewürzt mit allerlei Querverweisen; so beginnt das ansonsten Savatage-lastige „Whenever You Dream“ gar auf einer dezenten Tom Waits-Note. „A Place in Time“ (mit schönen Chören im Mittelteil) greift ganz tief in die 90er Jahre Rush-Kiste, „I See“ hingegen geht aus einem Porcupine Tree-Intro in ein fast schon Queensryche-artiges Riff über. Obendrauf gibt es die anrührende Akustikballade „The Door“ (diesmal einfühlsam intoniert von Jody Ashworth) und den im Dave Matthews Band-Stil Ruhe polenden „The Last Song.“ Ihr merkt also: ein Album, auf dem es, gerade unter dem Kopfhörer, einiges zu entdecken gibt. http://www.henningpauly.com und http://www.progrockrecords.com
7,5/10 - PM


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