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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: TWISTED INTO ....

TWISTED INTO FORM

THEN COMES AFFLICTION TO AWAKEN THE DREAMER (44:27 min.)

SENSORY / ALIVE
In den letzten Monaten rumorte es gewaltig im Prog-Underground, als bekannt wurde, dass Spiral Architect-Gitarrist Kaj Gornitzka im Verlauf der letzten sechs Jahre den ursprünglichen Sänger seiner Haus und Hof-Band, Leif J. Knashaug, Extol-Drummer David Husvik sowie den Bassisten Erik Aadland um sich geschart hatte, um wieder einmal unlösbare Knoten in unsere Ohrwindungen zu schnüren. Und nachdem die Band endlich mit einem Album hochschwanger ging, schürte insbesondere das vorab als Download erhältliche „Instinct Solitaire“ die Erwartungen der Prog-Gemeinde. Keine Angst: diese Vorschußlorbeeren waren beileibe berechtigt. Hielt sich der musikalische Input Gornitzkas auf dem Wunderwerk „A Sceptic’s Universe“ auch in Grenzen, so drückte er dem Album doch durch sein unverwechselbares Gitarrenspiel seinen Stempel auf. Und der Opener „Enter Nothingness“ lässt auch gleich die Handschrift Gornitzkas erkennen: gegen den Strich gebürstete Riffs, deren Skalenverliebtheit im rechten Moment in ein prägnantes Lick und eine emotional packende Gesangslinie übergeht (so nimmt man verwundert zur Kenntnis, dass Aadland die Hälfte des Songmaterials beigesteuert hat...). In der Folge darf der geneigte Hörer ein immer spannendes und abwechslungsreiches Feuerwerk hochintelligenten technischen Metals mit Farbtupfern aus Free Jazz, Fusion, Weltmusik (etwa im mit orientalischen Melodien experimentierenden Gänsehautsong „The Thin Layers Of Lust And Love“) und gelegentlichen extremmetallischen Explosionen („Manumit“) erleben. Twisted Into Form gehen dabei im direkten Vergleich zu Spiral Architect etwas eingängiger zu Werke, mischen deren technische Exzessfreude mit avantgardistischen Ausflügen der Marke Frantic Bleep („The Flutter Kings“). Heraus kommt dabei ein bunter Strauß abgefahrener Instrumentalparts, die trotz aller kompositorischer Perfektion nicht den Charakter von Jamsessions eingebüßt haben, und wundervoller Melodien (exemplarisch steht hierfür das abschließende „Coda“). Nach dieser knappen, unglaublich intensiven Dreiviertelstunde spucken Twisted Into Form den Hörer völlig entkräftet wieder aus ihrem musikalischen Universum in die freudlose Welt hinaus und man fragt sich: wie können vier Menschen nur so etwas Erhabenes erschaffen? Alle Ungläubigen hören den mit einem Wunderrefrain gesegneten Übersong „Torrents“ und werden zwangsläufig überzeugt sein... Oder lieber doch „House Of Nadir“? Oder „Instinct Solitaire“? Egal, hier sitzt alles, passt, und hat Luft; sogar das Booklet ist edel. Traumhaft! http://www.twistedintoform.no
10/10 - PM


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