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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IXION

IXION

TALISMAN (68:04 min.)

EIGENPRODUKTION / NIEDERLANDE-IMPORT
„Talisman“ ist das zweite Album der Neo-Progger Ixion. Neben Projekt-Leader Jankees Braam besteht die Band aus neun weiteren Damen und Herren, wodurch eine breite Gesangs- und Instrumentenvielfalt erzielt wird. Darüber hinaus ist „Talisman“ ein episches Konzeptalbum, das sich um einen geheimnisvollen Glücksbringer dreht, der im laufe der Zeit die Geschichte beeinflusst, die hier im Rahmen des Storybords, dass sich an geschichtsträchtigen Jahreszahlen orientiert, behandelt werden. Die musikalischen Episoden vollziehen eine blutige Spur durch die Vergangenheit und landen (vorerst) in der Gegenwart, im Jahre 2006 und als Relikt aus vergangener Zeit, was sein Dasein als Schmuckstück zwischen den Brüsten einer Frau fristet und vielleicht seine dämonische Wirkung bald wieder entfaltet. So, wie es bereits in der Vergangenheit seine Wirkung entfaltete und bestimmte Personen dazu veranlasste, Grausames zu verrichten. Beispielhaft wird unterstellt, dass Judas dazu verleitet wurde, Jesus zu verraten, es dafür verantwortlich war, dass die Tempel-Ritter gestürzt und die Inkas ausgelöscht wurden und sogar König Arthur unter seinen schlechten Einfluss stand und nur durch Excalibur sowie dem heiligen Gral in die Schranken verwiesen werden konnte. Klar, alles reine Fiktion, aber wer weiß heute schon, inwieweit die vielen Mythen die korrekten Hintergründe wiedergeben und ob sich alles so zugetragen hat, wie es allgemein erzählt wird oder niedergeschrieben ist.
Musikalisch legen Ixion ihr Gewicht auf die Tasteninstrumente, wobei sie mit Moog, Keyboards und Hammond in diesem Bereich Klangvielfalt erzeugen. Die Songs sind, entgegen der Story und meiner damit verbundenen Erwartungshaltung, recht ruhig, teilweise besinnlich und beschaulich angelegt. Bei diesem thematischen Hintergrund hätte ich eher dramatische Klangmomente, ausbrechende Gitarrensoli und rockende Intermezzi erwartet, aber nicht symphonisch verliebte Streicher-Keyboards und softe Popklänge. Warum nicht musikalisch anklagen, die Missstände klanggewaltig auf den Punkt bringen und den Gitarren- und Keyboardsoli einen opulenten Freiraum verschaffen? Stattdessen sind diese Momente relativ kurz gehalten und das Album plätschert stattdessen teilweise belanglos vor sich hin, kann nur hier und da für interessante Momente sorgen und kann keinen Track aufweisen, der sich auch nur halbwegs von den ziemlich einheitlichen Arrangements abhebt. Neben der nur sehr spärlich vorhandenen Dynamik ist die Produktion in weiterer Kritikpunkt, denn sie kann heutigen Ansprüchen nicht genügen. Schade, denn hier wäre mehr drin gewesen.
Auf der Seite http://www.ixion-music.com habt ihr die Möglichkeit, euch Ausschnitte aus dem ersten Album „CyroGenesis“ sowie „Talisman“ anzuhören. Für Interessenten: Bestellen könnt ihr diese CD beim Mailorder http://www.justforkicks.de.
4/10 - RB


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