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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IHSAHN

IHSAHN

THE ADVERSARY (50:10 min.)

CANDLELIGHT / SOULFOOD
Emperor werden demnächst ihre finalen Konzerte in den USA geben und Mastermind Ihsahn hat sich von den Projekten seiner Frau Ihriel (Peccatum & Star Of Ash) zurückgezogen um sich ganz auf seine erste Soloscheibe konzentrieren zu können. „The Adversary“, so der Titel, stellt sich als Reise durch das musikalische Leben von Ihshan dar. Einen Weg, der immerhin gut 20 Jahre umfasst. 20 Jahre, in denen der Norweger mit Emperor die Black Metal-Szene prägte, aber – nach den Einflüssen auf „The Adversary“ zu urteilen - auch zahlreich andere Subgenres der harten Musik konsumierte. Denn – das dürfte auch eingeschworenen Emperor-Fans von vornherein klar gewesen sein – Ihsans Debüt beschränkt sich keinesfalls auf frostiges BM-Riffing, heiseres Kreischen und Blast Beats. Wie auch viele seiner bekannten Kollegen der BM-Szene und wie es auch seine letzten Arbeiten schon vermuten ließen, hat Ihsahn die engen Grenzen des Black Metals hinter sich gelassen, ohne jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. „The Adversary“ verknüpft vielmehr eine ganze Bandbreite von harten Musikstilen und klingt insgesamt oft genug progressiv und verspielt. Sicherlich beschreitet er dabei etwas andere Wege als beispielsweise eine so geniale Band wie Green Carnation, trotzdem dürfte „The Adversary“ auch gerade dieses Zielpublikum ansprechen. Der Opener „Invocation“ beispielsweise, bietet eben diese ganze Spannbreite auf. Von leicht bombastischen Passagen über einen ruhigen, keyboard-gestützten Mittelteil mit Klargesang – bei dem Ihsahns Stimme etwas in Richtung Vintersorg tendiert – bis hin zu schräpigen Gitarren und wildem Gekeife. Mit Track Zwei, „Called By The Fire“, beginnt die Ausweitung eines klassischen Metal-Sounds, zu dessen Gunsten BM-Einflüsse vermehrt zurückgefahren werden. Ihsahns Stimme nimmt – passend zum Sound – einen eher üblichen Heavy Metal-Rahmen ein und erinnert mich fatal an einen anderen großen Sänger des Metals. Diese Parallelen eröffnen sich mir allerdings erst nach diversen weiteren genossenen Gesangspassagen. Ihsahn ohne Kreischgesang klingt wie King Diamond, wenn dieser nicht in seine hohen Tonlagen vordringt. Negativ fällt bei diesem Track allerdings die furchtbare, proggig angehauchte, Passage mitten im Lied auf. Highlight der Scheibe ist das finale „The Pain Is Still Mine“. Zehn Minuten komplexe, immer wieder überraschende und in dieser Mischung absolut begeisternde Musik, die mit klassischer Instrumentierung und entsprechenden Arrangements beginnt, um im weiteren Verlauf mit Gitarre und den von Asgeir Mickelson (Borknagar/Spiral Architect) eingespielten Drums ergänzt zu werden. Eine Nummer, die man sich mal nicht eben so aus dem Ärmel schüttelt und der man die besagte 20jährige Erfahrung Ihsahns anmerkt. Grandios. Einzige Kritikpunkte an „The Adversary“ sind einige wenige zu proggig geratene Passagen, als auch die ungewöhnliche und irgendwie sparsam und unbombastische wirkende Produktion aus den Symphonique Studios. Kaum zu Glauben, dass ich der Scheibe nach dem ersten Hördurchlauf nur sieben Punkte geben wollte. Fazit: Gebt dieser Scheibe Zeit und hört/genießt sie in Ruhe. Ihr werdet es nicht bereuen.
8/10 - SBr


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