Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THE TANGENT

THE TANGENT

A PLACE IN THE QUEUE (78:57 min.)

INSIDE OUT / SPV
Der dezente Hinweis, dass es sich bei „A Place In The Queue“ um ein Doppelalbum auf einer einzelnen CD handelt, hat mich zum schmunzeln gebracht, ist hier aber sicherlich auch erwähnenswert. Fast achtzig Minuten sind schon eine Hausnummer, value for money, richtig lang. Aber auch gut? Ich kann mich noch an den Dezember vorletzten Jahres erinnern, als „The World That We Drive Through“ zur Bemusterung anstand und ich irgendwie nicht richtig Fisch oder Fleisch werden wollte, weil mir das Album zu rund und ruhig war und ich zudem mit dem Gesang nicht warm wurde. Am Gesang hat sich aufgrund personeller Änderungen eine Veränderung ergeben, denn durch den Weggang von Oberfloki Roine Stolt, der sich in zu vielen Projekten eingebunden sah und sein Solodoppelscheibchen „Wall Street Voodoo“ zum Abschluss bringen wollte, wurde diese Part nun komplett von Andy Tillison übernommen. Vermeintlich gut, aber gesanglich tun sich die beiden nicht viel, so dass es für mich keinen Gewinn darstellt. Obwohl Tillison in den kräftigeren Passagen sehr wohl zu gefallen weiß. Da wir gerade bei den Besetzungsänderungen sind sei noch erwähnt, dass der Gitarrenpart von Stolt von Krister Jonsson übernommen wurde und – witzigerweise – der Vorgänger von Zoltan Csörsz an den Drums bei den Flokis eben diesen Part nun bei The Tangent übernommen hat. Und damit kommen wir zu dem ausschlaggebenden Faktor, der Album Nummer zwei in der Endabrechnung magere sechs Pünktchen bescherte: zu wenig Kontrast, Tempo, Frische, also die Würze, die über das Wohl und Wehe eines Albums entscheiden kann. Und was soll ich sagen? Ich hatte gleich die wohltuende Erkenntnis, es hier mit The Tangent zu tun zu haben, denn das britisch-schwedische Retro-Prog-Kollektiv ist wieder angenehm jazzig unterwegs, weiß die Travis-Instrumente herrlich einzubinden und mit Pianoläufen zu kombinieren. Der Unterschied zum letzten Album ist diesmal das Vorhandensein von Kontrast und Abwechslung, Tempo und Frische, wobei sich ungewöhnliche Ideen (DIY Surgery) mit klassischem YES-Sound abwechseln (GPS Culture). Aber man kann auch gehörig übertreiben, wie das für mich völlig verunglückte ’The Sun In My Eyes’ beweist. Aber gut, der Fauxpas schlägt zum Glück nur mit knappen vier Minuten zu Buche. Ansonsten haben sich The Tangent im Vergleich zum letzten Album deutlich gesteigert. Es mag am Besetzungswechsel oder der unterschiedlichen konzeptionellen Ausrichtung der Alben liegen, sie sind wieder in der Spur. Wenn jetzt noch jemand den Gesangspart…Vielleicht beim nächsten Album, aber das wird sich Tillison wohl nicht nehmen lassen. Auch zu diesem Album ist eine Special Edition erhältlich, die als Digi ein erweitertes Booklet und eine Bonus-CD mit sechs zusätzlichen Tracks beinhaltet, die konzeptionell nicht zum Album passten.
8/10 - RB


[ Zurück zum Index: 'ALL' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler