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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IKON

IKON

DESTROYING THE WORLD TO SAVE IT (116:33 min.)

EQUINOXE / ALIVE
Eigentlich meint man, zu der australischen Gothiclegende IKON nicht mehr viel sagen zu müssen – und merkt, dass diese veröffentlichungsfreudige Band um Chris McCarter irgendwie immer eine Nischenband geblieben ist. Deshalb breche ich hier eine Lanze für IKON und für ihr aktuelles Album „Destroying the world to save it“, dem ersten Vollzeitwerk seit 2001. Das Werk kommt im schicken Digi-Pack daher, das Artwork ist von bestechender Schönheit – hier vom Cover auf den Inhalt schließen, kann man bedenkenlos tun. Eröffnet wird der musikalische Reigen mit „Never Forgive! Never Forget!“ und lauten Sirenen. Nach wenigen Klängen nimmt man erstaunt aber sehr positiv zur Kenntnis: Ikon sind rockiger geworden. Sie klingen direkter, härter und kompromissloser als man es sonst gewöhnt ist: Gitarrenläufe treiben die Hörer vor sich her, der Drumcomputer hat erheblich mehr Wucht. Unverwechselbar passt McCarters leicht sonore Stimme dazu wie die Faust aufs besagte Auge. Die düsteren Klänge sind weniger statisch, sie holen enorm zum Schlag aus – die der Band innewohnende Kraft gewinnt dadurch. „Without Shadows“ bringt zur Treibjagd noch schwebende, psychodelische Gitarren - das Ganze wirkt dadurch etwas sphärisch aber sehr intensiv. Eine Stärke von Ikon waren immer auch gekonnte Neo-Folk Stücken – ihr „Fall Apart“ Cover hat sie einstmals einem größeren Kreis bekannt gemacht. Mit „God Has Fallen From The Sky“ gelingt ihnen erneut ein astreines neufolkloristisches Stück in Perfektion. Im Vordergrund die geschlagene Akustikgitarre, im Hintergrund sägen lange Gitarrenriffs. Bereits im letzten Jahr gab es die „Psychic Vampire“-EP und der titelgebende Track findet sich nun auch auf dem Full-Time-Album. Allerdings in einer Version, die mehr auf Samples und Keyboard setzt – die vorsichtige elektronische Untersetzung ihrer Stücke ist eine weitere Stärke von Ikon. Diese Mischung aus erstklassigen, härteren Gothrocknummer, schönem Neofolk und elektrodominierten Songs macht diese erste CD des Doppelpacks aus. Allein der weibliche Gesang bei „Ashes Of Blue“ fällt gegen die anderen Stücke ab – Kate Bush für Arme, so etwa. Ganz groß und unbedingt zu erwähnen: „Rome“, weil so dermaßen bedrückend, zerfetzend und „Slaughter“, weil urwüchsiger Neofolk mit indianischen Anleihen und unendlicher Tiefe. Insgesamt für mich die beste aller bisherigen Ikon-Scheiben, eine Steigerung ist schwerlich noch möglich. Zur limitierten Erstauslieferung gehört dann noch eine Bonus-CD. Diese vereint aktuelles Material und frühere Stücken in Versionen und Live-Varianten. Die „Psychic Vampire“-Version ist gänzlich elektronisch aufbereitet und klingt noch kühler als die Originalversion. Mit „Afterlife“ ist einer der treibendsten IKON-Titel als Live-Mitschnitt vertreten, ebenso „Condemnation“ und „Ghost In My Head“. Die musikalischen Experimente machen Lust auf mehr – beeindruckend die extralange Version von „Without Shadows“ und der Zugewinn an Charakter bei der Live-Version von „God Has Fallen“
9/10 - Daniel „Bela“ Bartsch


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