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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: INFERNUM

INFERNUM

FAREWELL (35:39 min.)

NO COLOURS RECORDS / NO COLOURS RECORDS
Dass Black Metaller grösstmöglichen Wert auf die Aufstockung ihrer Bosheit legen ist allgemein bekannt. Eines der höllischsten und zugleich jeglicher menschlicher Ordnung
zuwidersprechende Tonwerke erfährt hiermit seine Rezension. Infernums zweite und glücklicherweise letzte Scheibe „Farewell“ harrt meinem dämonischen Urteil.
Das Schwert der musischen Gerechtigkeit trifft ungebremst den Opener „Reverence To The Obscyre“. Die Herren Darken und Capricornus ergehen sich in mystisch-undefinierbaren Soundwällen, stetig untermalt vom Sound eines kinderkeyboardähnlichen Instrumentes, Ansätze von Melodien sind bei näherem, jedoch schwerfallendem Hinhören undeutlich zu erkennen. Rabenähnlicher Stimmbruchgesang vermittelt dem Hörer einen besonderen Touch von symphonischer Finsternis. Besonders ist mir das zweite Stück „Black March“ an mein schwarzes Herz gewachsen. Witzig programmierte, permanent herumdudelnde Kirchenchoräle treffen ungebremst auf einen magenwändedurchhämmernden Extremtrommler. In Mitte des Stückes schneiden sich die Herrschaften urplötzlich mit Akkustikschrammelei jeglichen Fluchtweg ab, auch das darauffolgende Knüppelmassaker verschafft keinerlei Heilung. (*Trostpflästerchenrüberreich) Die Band verliert sich in schön langgezogene, monotone und äusserst nervenaufreibende Fortsetzungen. Nach dem kräftezehrenden Erreichen des Endes von „Black March“ lässt „Before The Locks Of Twilights“ auf Linderung hoffen. Aber irgendwie erinnert auch diese Akkordansammlung an die beiden vorangeschrittenen Werke. Ewiges Klampfengezupfe auf drei Tönen lässt eine spielerische Verwandtschaft zu den frühen Sex Pistols erahnen. Und auch dieses, von Zwischenstücken zerpflückte Stück der polnischen Blackmetaller findet kein Ende. „Hisarra“ geht dagegen ins Volle, die Band macht dem verehrten Hörer begreiflich, dass sie auch mal etwas Gas geben kann. Leider wird die Spielweise von anhaltender Unkonzentriertheit dominiert, so dass auch dieses Stück nicht wirklich erwähnenswert ist. Lediglich die Länge gereicht den bereits gehörten Schöpfungen zur Ehre. So wie auch „Inverted Prayer“. Dieses ist die angenehmste Tonaneinanderreihung auf „Farewell“, aber nur aus dem Grunde, weil die Scheibe sich dem Ende zuneigt. Hätten Infernum die Dienste einer ordentlichen Produktionsfirma in Anspruch genommen, wäre die Sache wahrscheinlich noch schlimmer verlaufen. Entweder hat diese Scheibe der Teufel in seinem Hass auf Musikhörer selbst eingespielt, oder die Band taugt einfach nicht einen Pfifferling. Zwei kleine Tipps zu Ende dieser Rezension: Liebe Freunde von No Colours, sucht Euch einfach ein paar mehr talentierte Bands, von denen Ihr doch einige auf Lager habt. Übrigens gibt es im Sächsischen davon jede Menge. Liebe Scheibenkäufer - kurz und bündig: Finger weg!!! Für dauerhafte musikalische Unfähigkeit verleihe ich Infernum den Orden „Schwarze Tomate am Band“ sowie eine Wertung von glatten null (in Zahlen:0) Punkten. Congratulations!!!
0/10 - LRD


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