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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IMAGIKA

IMAGIKA

DEVILS ON BOTH SIDES (46:56 min.)

MAUSOLEUM / SOULFOOD
Alter Schwede, das hätte ich nicht erwartet. Das 98er Werk "Worship" fand ich - als alter Bay Area-Thrash-Fan - ja richtig gelungen, aber mit dem 2000 bei Massacre veröffentlichten Nachfolgewerk "And So It Burns" sind die Jungs um die beiden Bandgründer Steven D. Rice (guitar) und David Michael (vox) erheblich in meiner Gunst gesunken. Durchschnittlicher Power Thrash wie er überflüssiger nicht sein könnte. Und ich hatte wieder eine ehemals hoffnungsvolle Combo, die ich von meiner Liste streichen konnte. Das dies absolut verfrüht war, zeigt das aktuelle Werk "Devils On Both Sides". Nachdem man bereits vor einigen Jahren mit Elena Luciano eine neue Bassisten integriert hatte, schmiss Ursänger David Michael völlig unerwartet bei den Aufnahmen zu "Devils On Both Sides" das Handtuch (nachdem bereits acht Tracks im Kasten waren). Gott-sei-Dank fand man in der lokalen Größe Norman Skinner, der sich in Kalifornien schon mit Machine Called Man und Tramontane einen Namen gemacht hatte, relativ schnell einen Nachfolger, der sich nun als echter Glücksgriff für die Band erwiesen hat. Nicht nur, dass der Mann sich sehr fix in die Band eingebracht hat. Nein, er hat auch gleich komplett neue Lyrics verfasst, frischen Wind in die Truppe gebracht und eine superbe Performance auf "Devils..." hingelegt. Zusammen mit dem zweiten Gitarristen Pat Toms, den man ebenfalls noch flugs mit an Bord holte, ist das bisherige Bandgefüge aufgemischt und der Power Thrash-Sound des Fünfers wieder belebt worden. Und "Devils..." ist ein Hammer-Album geworden, das mich wirklich begeistert. Fettes Riffing, sägende Gitarren, geile Leads, tolle Melodien, tighte Rhythmus-Arbeit und ein variabler Sänger, der größtenteils recht melodische Thrash-Shouts von sich gibt, aber sich durchaus auch in andere stimmliche Gefilde begibt, als da wären klare und gemäßigte Stimmlagen oder getragene Parts mit tiefer Stimme. So muss Bay Area Thrash heutzutage klingen. Durchaus modern, aber mit unverkennbaren Bay Area-Roots. Bei einigen Songs fühle ich mich an Metal Churchs "Blessing In Disguise" erinnert. Harte Musik, aber immer mit tollen Melodien in der Gitarrenarbeit und dem Gesang versehen. Gerade in den beiden ersten Tracks "In Your Shadow" und "Hexed" kommen diese Metal Church-Anklänge durch. "Evil´s Rising" hat etwas mehr von diesem düsteren Power/US-Metal-Feeling der frühen Neunziger (leichte Anklänge an Iced Earth mit Matt am Mikro?), während der Titelsong leicht balladesk beginnt und Frontmann Norman Skinner zeigt, dass er auch sehr viel Gefühl in seine Stimme legen kann. Hervorzuheben ist auch das erstklassige und sehr Bay Area-typische "Back To The Beginning", einem meiner absoluten Lieblingssongs auf dem Album. Zwar gibt es zwischen Metal Churchs "Blessing In Disguise" - wohl unbestritten eines der Highlights des Bay Area-Thrash - und Imagikas neuestem Werk noch diverse Unterschiede, auch in der Benotung, aber kleine neun Punkte ist mir "Devils On Both Sides" allemal wert. Merke: Killer-Alben bringen auch Killer-Bewertungen!
9/10 - SBr


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