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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THE JELLY JAM

THE JELLY JAM

2 (45:37 min.)

INSIDE OUT / SPV
Unter dem Namen Platypus wurden bereits zwei Scheiben veröffentlicht, bevor es dann, nach dem Ausstieg von Keyboarder Derek Sherinian, unter dem Namen The Jelly Jam weiterging. In der Zusammensetzung mit King’s X-Sänger Ty Tabor, dem Bassisten John Myung von Dream Theater sowie Rod Morgenstein von den Dixie Dregs an den Drums ist die Band als ein Ventil und eine Gute-Laune-Jam-Session zu verstehen, die sich insbesondere in den Stil-Epochen der 60er, 70er und 80er bewegt und sichtlich viel Spaß dabei hat. So kommt Ty’s Stimme, die mir bisher überhaupt nicht zusagte, sehr melancholisch und mit leicht depressivem Unterton rüber und fügt sich so wunderbar in die Kompositionen ein. Auch John, bereits treibende Kraft bei Platypus und ebenso bei dieser Band, kommt mit seinem Bass wesentlich besser zur Geltung als bei den voluminösen Klangteppichen, die bei Dream Theater im Vordergrund stehen. Die Songs sind als Einheit arrangiert und alle Protagonisten stehen gleichberechtigt im Vordergrund, was einen Raum für Selbstdarstellungen nicht zulässt. Tabor selbst gibt zu, dass The Jelly Jam mehr nach King’s X denn nach Dream Theater oder gar Dixie Dregs klingen, aber dennoch gelingt ihnen die Herauslösung aus diesen Bands, was letztendlich zu einem eigenen Stil führt. Die Musik des Trios würde ich als 70er Rock mit progressivem Einschlag bezeichnen. Unverkennbar schimmern die Beatles genauso durch wie an Black Sabbath angelegte Riffs, ohne dabei den Anschein einer billigen Kopie zu erwecken. Blindes Verständnis, gekonntes Handwerk und das Gefühl, dass die Musiker ihrer Lust am Spiel freien Lauf lassen konnten, merkt man allen zwölf Tracks deutlich an. Die Scheibe lädt, festgemacht an Songs wie ’Coming Round’ oder ’Angel Or Devil’, zum Abchillen ein und bietet auch eine Prise rockigere Gangart, wie bei ’Empty’ dargeboten. The Jelly Jam verstehen es gekonnt, den 70er Groove in die Neuzeit zu transportieren und stellen so einen Kontrast und interessante Alternative zu den jeweiligen Hauptbands der Beteiligten dar. Wer grundsätzlich den reichlich vorhandenen Spielarten des Prog Rock aufgeschlossen ist, sollte hier nicht ohne ein Ohr riskiert zu haben vorbeigehen.
8/10 - RB


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