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ALLE REVIEWS :: Index: 'H' :: HELANGAR

HELANGAR

EVENING IN VALHALLA (71:18 min.)

EIGENPRODUKTION / SELBSTVERTRIEB
Das deutsche Six-Piece Helangar ist aus der Formation Ragnaroek hervorgegangen und genau dieses Drama der nordischen Sagenwelt wird auf dem selbstproduzierten Debüt auch vertont. Ein gewaltiges Unterfangen, nicht unähnlich dem Versuch die einzigartigen Phantasien eines Tolkien umzusetzen. Musikalisch liegen damit eigentlich nur zwei Musikstile nahe, Epic oder Black Metal. Und richtig, die Band aus dem süddeutschen Wurmlingen hat sich dem Epic Metal verschrieben und tendiert dabei grob gesehen auch in dieselbe Richtung wie ihre bekannteren Kollegen aus Krefeld. Sich an solch einem Monumentalwerk zu versuchen, birgt natürlich die Gefahr sich an den international erfolgreichen Guardians messen zu lassen. Und da man logischerweise kaum ein solches Budget aufweisen kann, muss zwangsläufig der Vergleich zum Bombast, den mehrstimmigen Chören etc. in die Hose gehen. Aber bleiben wir fair, denn auch Blind Guardian und Co. haben klein angefangen, oder? Helangar bieten auf „Evening in Valhalla“ zehn (meist überlange) Songs, die durch kleine „Hörspiele“, Zwischensequenzen etc. verbunden sind, so dass das Display eures CD-Spielers 21 Songs anzeigt. Das dabei Dargebotene ist doch sehr facettenreich. „Baldrs Draumar“ z.B. hat einen Zwischenteil mit Sprechgesang, der schon schamanenhaft klingt und verfügt über einen tollen Refrain, der von Loki handelt, welcher mit seinen Taten erst den Weltuntergang (= Ragnaroek) verursacht. „Nida Mountains“ verfügt über weiblichen Elfengesang und Sänger Thomas Melchert wagt im Mittelteil auch einen Ausflug in deutschsprachige Vocals. Der Song „The Sinner“ weist wohl die breiteste Spannweite auf. Der Song enthält sowohl düsteren, gothic-mäßigen Gesang als auch wütendes Black Metal-Gekreische. „Farewell To Valhalla“ ist dann DER Blind Guardian-typische Track. Tolle Chöre, viel Bombast, ausgefeiltes Songwriting. Allerdings versucht man hier möglichst viele Ideen einzuflechten, so dass manches etwas zusammengestückelt wirkt, weil die Übergänge nicht immer ganz passen wollen. „Num With Cold“ ist eine tolle Akustik-Nummer mit einem mehrstimmigen Refrain, der ein wenig (!) an Savatage erinnert. Leider ist Thomas´ Stimme in den höheren Lagen manchmal etwas dünn. „Lament Of Mankind“ erinnert aufgrund der Chöre, aber auch wegen der Stimme von Thomas wieder stärker an Blind Guardian. Ohne die restlichen Songs weiter zu sezieren, solltet ihr einen ungefähren Eindruck von Helangars Musik bekommen haben. Und auch wenn der Sound – gerade für diese Art von Musik – sehr drucklos ist und der eine oder andere Mangel beim Songwriting zukünftig noch behoben werden kann, so haben wir es hier mit einem vielschichtigen Album und trotz mancher Kritikpunkte mit einer viel versprechenden jungen Band zu tun. Das ist mir acht Punkte wert.
8/10 - SBr


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