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IN EXTREMO SPIELMANNSFLUCH

KAY LUTTER



226 Seiten / EUR
Die Lutter, seines Zeichen Bassist der Vaganten von In Extremo, hat sich und seiner Band mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt. Und was für eins. Wie kaum eine andere Biographie liefert „Spielmannsfluch“ einen offenen Einblick in das Wesen einer Band, mit all ihren Höhen und Tiefen, angefangen bei der Gründung der Band bis hin zu den Chartplatzierungen des letzten Albums „7“. Neben unzähligen Anekdoten aus der Zeit mit In Extremo, aber auch aus der Zeit in der ehemaligen DDR vor Gründung der Band, und einer Vielzahl zum Teil unveröffentlichter Fotos beeindruckt vor allem die schonungslose Offenheit, mit der Die Lutter auch die geschäftliche Seite des „Unternehmens In Extremo“ und die Machenschaften von Plattenfirmen und Management offenlegt und schnell mit der Mär aufräumt, In Extremo würden trotz jahrelang anhaltendem Erfolg und höchsten Chartnotierungen im Geld schwimmen.
„Spielmannsfluch“ macht aber auch ganz deutlich, dass man, wenn man es etwas demanierlich zum Ausdruck bringen will, ziemlich einen an der Waffel haben und mit Idealismus reichlich gesegnet sein muss, um dieses Vagabundendasein voller Entbehrungen zu leben und zu lieben.
Ehrlich und schonungslos offen auch die Darstellung der Gründe, die zum Ausstieg ihres Gitarristen Thomas der Münzer geführt haben oder der Krankheit, die den Autor über Monate hinweg ans Krankenbett fesselte.
Der besondere Reiz von „Spielmannsfluch“ liegt jedoch darin, dass sich hier alle Beteiligten an In Extremo, Musiker wie auch Crew, diverse Veranstalter und langjährige Wegbegleiter, Mitglieder des Fanclubs, Journaillisten, ehemalige Musiker oder Vorbands zu In Extremo äussern und dabei deutlich machen, dass es sich bei der Truppe um eine verschworene Gemeinschaft handelt, für die die Zeit auf der Bühne die schönsten Stunden des Tages darstellt, egal ob in Mexiko vor dreizehntausend Leuten auf einem Open Air oder einem Mittelaltermarkt in Weißensee. In Extremo, und das unterstreicht dieses Buch immer wieder, sind sich ihrer Wurzeln und dem Staub der Strasse bewusst geblieben und häufig hat man beim Lesen des Buches den Eindruck, dass man im Lager der Band die Zeiten vermisst, in denen man noch problemlos die Märkte des Mittelalters heimsuchen konnte, ohne dabei, wie seinerzeit in Wuppertal, von Fans erdrückt zu werden.
Einen Ausblick in die Zukunft indes liefert „Spielmannsfluch“ nicht, scheint die Band doch nach den Erfolgen der letzten Jahre und der vollzogenen Trennung von ihrem Management am Scheideweg. Mehr als einmal kann man den Worten Die Lutters eine gewisse Müdigkeit entnehmen, doch bin ich mir sicher, sobald die Strasse ruft, ist auch diese Müdigkeit wieder überwunden: der Fluch des Spielmanns halt.
Zu beziehen ist dieses einzigartige Buch ausschliesslich über die Homepage der Band http://www.inextremo.de


MK


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