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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IN EXTREMO

IN EXTREMO

7 (54:31 min.)

MOTOR / UNIVERSAL
Das verflixte siebte Album, doch Berlins Mittelalterrecken umschiffen auch diese Klippe wieder einmal mühelos. Dabei haben In Extremo sich, sowohl was die mittelalterlichen als auch die metallischen Einflüsse angeht, wieder der Wurzeln ihrer Musik besonnen und stärker hervorgearbeitet. Vor allem die Gitarre brät ungemein heftig, man höre alleine Songs wie "Albtraum" oder "König Nimrod", während mittelalterliche Melodien und Instrumentierungen wohl platziert und dosiert die Rückbesinnung zu den urspünglichen Wurzeln In Extemos markieren. Einen Song wie "Davert-Tanz" hat man von In Extremo zumindest schon seit einiger Zeit nicht mehr vernommen. Doch auch in der Kombination der Einflüsse beweisen die Berliner um Michael Rhein mit "Ave Maria", "Mein Kind" oder dem wirklich wundervollen "Melancholie" nach wie vor ihre Ausnahmestellung innerhalb der Mittelalterfraktion. Hinzu kommt ein für die Mittelalterszene einzigartiger Wortwitz, der intuitiv ist und die Authenzität, mit der gerade Das letzte Einhorn sein Leben als fahrender Vagabund lebt, nur unterstreicht. Hier seien "Nymphenzeit" und das Fernweh erweckende "Segel setzen" besonders hervorgehoben. Natürlich fehlt auch die Hitsingle "Erdbeermund" nicht, die "7" abrundet und das nach dem Stilwechsel von Subway to Sally aufgekommene Gerede um einen Niedergang der Mittelalterszene ad absurdum führt.
9/10 - MK


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