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ALLE REVIEWS :: SONS OF APOLL ....

SONS OF APOLLO

MMXX (59:04 min.)

INSIDE OUT / SONY
Wer nun alles in dieser All-Star-Band musiziert dürfte inzwischen zu jedem halbwegs an derlei Musik interessierten Konsumenten durchgedrungen sein, daher erspare ich mir das Namedropping, zumindest vorab. Sons Of Apollo meinen es jedenfalls ernst, nach dem guten Debut und erfolgreichen Touren wirft man sein Argument für Nachhaltigkeit in Form von "MMXX" auf den Markt. Und obwohl es sich mitnichten um ein schlechtes Album handelt, ist es doch hörbar ein Produkt unserer Zeit: von der etwas zusammengewürfelt wirkenden Produktion (Gesang!) bis hin zum kalkulierten Songwriting ernten Sons Of Apollo hier durchgängig Höflichkeitsapplaus, aber sicher keine Begeisterungsstürme. Woran liegt das? Nun, zum einen dürfen die einzelnen Musiker sich hier nicht ihren Fähigkeiten gemäß entfalten: hört man Bumblefoot bei seinem kraftstrotzenden Petrucci-Klonen zu, wünscht man sich unbedingt die freigeistigen Hexereien seiner Soloalben herbei (auch wenn das Breakriff in "Fall To Ascend" edel entwickelt wird); Jeff Scott Soto muss seine Feeling-Kompetenzen ebenfalls meist hintanstellen; Derek Sherinian tut, was er eben kann, ohne dabei besonders viel Spirit zu transportieren (man höre das technische Gedudel in "King Of Delusion"). Die Rhythmusfraktion Portnoy/Sheehan wird zudem durch die erwähnten Kraftfutter-Riffs in den Schatten gestellt. Und so ertappt man sich beim Hören von "MMXX" mal mehr ("Asphyxiation"), mal weniger (der starke Opener "Goodbye Divinity") dabei, sich ein anderes Album im Player zu wünschen. "Normal" etwa, oder "A Change Of Seasons", vielleicht auch "Marching Out", meinetwegen "Edge Of Insanity". Denn machen wir uns nichts vor: irgendwie klingt "MMXX", als wollten Sherinian und Portnoy Dream Theater zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Das machen sie angesichts der Klasse ihrer Mitmusiker gerade eben einmal gut, aber ohne wirkliche Inspiration: Weltklasseniveau leitet sich eben nicht nur aus den musikalischen Fähigkeiten der einzelnen Bausteinen ab, sondern aus deren organischem Zusammenspiel. Für Freunde gehobener Stangenware; echter Chic geht aber anders.
7/10 - PM.


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