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ALLE REVIEWS :: OFFICIUM TRIS ....

OFFICIUM TRISTE

THE DEATH OF GAIA (57:00 min.)

TRANSCENDING OBSCURITY / CODE 7
Bot der Vorgänger "Mors Viri" eine verspieltere Variante des Doom-Death-Sounds der Holländer, so geht "Death Of Gaia" einen Schritt zurück zu den melancholisch-düsteren Wurzeln des Bandsounds und somit auch der Szene an sich. Vielleicht liegt dies an den Besetzungswechseln an Bass und Gitarre, vielleicht auch am im Albumtitel anklingenden Weltuntergangskonzept – egal, auf jeden Fall steht die leichte Kehrtwende den holländischen Veteranen extrem gut zu Gesicht. Verklärt erinnern schon die von schwebenden Keyboardteppichen getragenen elegischen Gitarrenharmonien des Openers "The End Is Nigh" an jene Zeiten, da der Doom Death in den 90er Jahren des vorigen Jahrtausends fröhliche Urständ feierte. Und wer sonst als ein Szeneurgestein wie Pim Blankenstein, der hier so geschmackvoll rülpst, als spüle er sich das gespitzte Mündchen regelmäßig mit edlem Scotch, dürfte solch nostalgische Reminiszenzen zelebrieren? Hier stimmt vom Artwork ("Death Of Gaia" ist auch als schickes und sehr [hoch]wertiges CD-Boxset mit diversen Gimmicks wie einem Patch oder einer Autogrammkarte erhältlich; auch auf Vinyl-Fetischisten wartet eine Box) über die Texte bis hin zu den Songs wirklich alles. Wäre "Death of Gaia" vor 25 Jahren erschienen, würde man heute von einem absoluten Klassiker sprechen, denn nie vertonte die Band Verzweiflung zwingender und dynamischer durchdachter als hier ("Shackles"!), selbst zunächst konventionell anmutende Kniffe wie von Streichern getragene Breaks sitzen bombenfest ("The Guilt"). Auch die sehr sporadisch und gezielt eingesetzten cleanen Vocals sind absolut geschmackssicher ‒ und immer wieder erklingen diese fantastischen Harmonien, die Officium Triste nie zuvor in solch traumwandlerischer Perfektion darboten; da darf die Gitarrenarbeit in "Like A Flower In the Desert" und "Losing Ground" auch mal untertänigst die großen My Dying Bride zitieren (selbst die Briten müssen sich mit ihrem neuen Album strecken, die hier dargebotene Klasse durchgängig zu erreichen...). Als Szene-Kleinod trifft dieses extrem kompakte Album (Durchhören ist Gebot der knappen Stunde!) mitten ins Herz und steht auch dank kleiner Hits wie "Just Smoke And Mirrors" oder "World In Flames" ab sofort auf einer Stufe mit Saturnus` "Martyre", sowieso aber auf der Pole Position der bandeigenen Diskographie. Und mit einem opus magnum in der Hinterhand sollte man auch ein klarer Fall für´s nächste Hammer Of Doom sein!
9/10 - PM.


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