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ALLE REVIEWS :: TERAMAZE

TERAMAZE

ARE WE SOLDIERS (69:23 min.)

MASCOT / ROUGH TRADE
Zunächst einmal war es trotz des unten nachzulesenden Fazits goldrichtig, Brett Rerekura erneut das Mikro bei Teramaze in die Hand zu drücken. Nicht dass Nathan Peachey ein schlechter Sänger gewesen wäre, es ist jedoch Rerekuras Stimme, die dem Underground-Hit "Anhedonia" (mit Psycrences "A Frail Deception" und Crown The Losts "Cold Pestilence Hope" formt dieses Album das qualitativ unangefochtene Dreigestirn modernen Underground-Power Metals der 10er Jahre) seine einzigartige Aura verlieh. Diese lässt sich etwa im Titeltrack denn auch wieder nachvollziehen, auch wenn Mastermind Dean Wells den auf den beiden Vorgängern eingeschlagenen symphonischeren Weg nicht verlassen will. Musikalisch etwas mehr Dream Theater, konzeptionell ein Hang zu Muse: Derart will Wells neue Hörerschichten erschließen und die kreative Sackgasse rein gitarrenlastiger Metal-Breitseiten umschiffen. Dennoch stehen die härteren Passagen, von Rerekuras hochmelodiöser Stimme und der ihm eigenen Melodieführung eh entschärft, Teramaze besonders gut zu Gesicht. Dabei findet Wells zwar eine recht gute Balance zwischen zupackenden und getragenen Parts, wobei er sich mit dem "Are We Soldiers" zugrunde liegenden Konzept wohl doch etwas verhoben hat und zudem die Keyboards zu laut in den Vordergrund gemischt wurden, sodass die edle Gitarrenarbeit an manchen Stellen leider etwas untergeht. In dieser Hinsicht wäre ein Schritt zurück in Zukunft durchaus ein Fortschritt, zumal auch einige Songs schlicht zu lang geraten sind (sechs der zehn Stücke bewegen sich weit jenseits der 6 Minuten-Marke). Sicher haben Kompositionen wie "Weight Of Humanity" auch so ihren Charme, jedoch stünden der Band nunmehr wieder auf den Punkt komponierte Songperlen wie "Fact Resistant Human" gut zu Gesicht (funktionierte m. E. ohne den symphonischen Überbau auch noch deutlich besser). Der Zwölfminüter "Depopulate" beschließt denn ein leider etwas prätentiöses Album, dem man nur eine knapp gute Note anheimfallen lassen will. Angesichts des Potenzials der Band sollte hier bei etwas mehr Mut zur Einfachheit (ergo: weniger Dream Theater) demnächst wieder eine deutliche Steigerung drin sein.
7/10 - PM.


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