Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: AVATARIUM

AVATARIUM

THE FIRE I LONG FOR (44:03 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Gerade mit ihren letzten beiden Alben konnten Avatarium einem in kreativer Hinsicht etwas stagnierenden Genre neues Leben einhauchen. Befeuert von den instrumentalen Künsten ihrer einzelnen Glieder funkelte die geschmeidige, einst von Leif Edling geschmiedete Kette in verführerischem Licht. Auf "The Fire I Long For" wird der deutlich Classic Rock-lastigere Weg des Vorgängers "Hurricanes And Halos" zwar fortgesetzt, jedoch muss man sich erst einmal an den muffig-spröden Gitarrensound Marcus Jidells gewöhnen, der dem Album eben doch einen düster-doomigen Stempel aufdrückt und sich vordergründig mit den betörenden Melodien etwa der Single "Rubicon" beißt. Darunter gleißen jedoch kleine Diamanten wie das qua Hook sowie der spartanischen Instrumentierung gar an Leonhard Cohen gemahnende "Lay Me Down", in dem Jennie-Ann Smith all ihre verführerischen Register ziehen kann. Avatarium interpretieren ihren Doom eben eklektisch, nutzen Versatzstücke verschiedenster Couleur, um ihre melancholischen Soundgebirge zu erschaffen. Ein Monolith der Marke "Porcelain Skull" darf dann eben auch mal augenzwinkernd ein Edling-Riff in ein verzerrtes Keyboard-Solo überführen. Für den Bootie-Schwinger "Shake That Demon" hingegen würden sowohl The Quill als auch Mustasch töten, für "Great Beyond" nimmt Quorthon väterlich Ronnie James Dio an die Hand. Etwa zur Mitte des Albums fallen jedoch auch die etwas einförmigen Arrangements auf, die eigentlich höchst gekonnt und vor Ideen strotzende Kompositionen vermittels ausladender Instrumentalparts auf etwa fünf Minuten strecken, was durch das abrupte Ende von z. B. "Rubicon" etwas irritiert, wohingegen der Epic-Doomer "Epitaph Of Heroes" (eine verquere Hippie-Version von "Where The Runes Still Speak"...) solcherlei ausladendes Instrumentarium schon deutlich besser verträgt. Nach dem ruhigen, etwas fremdkörperig wirkenden Rausschmeißer "Stars They Move" gilt zu konstatieren, dass Avatarium zwar ein starkes Album gelungen ist, mit dem sie jedoch nicht ganz an die alles überragenden Vorgänger anknüpfen können.
8/10 - PM.


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler