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ALLE REVIEWS :: KADAVAR

KADAVAR

FOR THE DEAD TRAVEL FAST (45:19 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Kadavar haben offenbar Psychedelia mehr denn je für sich entdeckt, man will demnach trotz überschaubarer Songlänge weniger nachhaltiges Liedgut als vielmehr Stimmungen entwickeln, was sich auch darin äußert, dass Christoph Lindemanns Stimme esoterischer und ätherischer denn je abgemischt wurde. Der Weg aus dem betörenden Berlin über die harten Zeiten nach dem schroffen Siebenbürgen ist für den Hörer dabei definitiv kein leichter, sondern führt schon wie bei Coppolas "Dracula" über Stock und Stein. Sogar vordergründig Eingängiges wie "Evil Forces" fordert mit ostentativ weibischer Sangeskunst (don´t shoot your arrows at me, pc [wo]man, it´s a badge of honour...), an allen Ecken und Enden wird gekratzt und gespuckt. Nix Classic Rock à la "Die Baby Die" oder "The Old Man", vielmehr Stoner und Doom und Garagenrock oder eben LSD. Nach einiger Zeit sage ich mir: schade eigentlich, etwas mehr Leichtfüßigkeit hätte diesem Album gut zu Gesicht gestanden. Warum diese Rückwärtsgewandtheit? Ist es vielleicht mangelnde Inspiration? Denn Ausladendes ist leichter zu produzieren denn Eingängiges, so weit lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster der Burg des mächtigen Dracul. Will man mit krachigen Gitarrensounds wie in "Dancing With the Dead" Experimentierfreude oder Szene-Credibility zur Schau stellen? Klar wird dies hier nicht. Auch das eine oder andere Break ist beliebig, überführt in wenig zwingende Jamparts, die man schon vor 1975 besser gehört hatte. Irgendwie scheint es, als hätte man krampfhaft "Berlin"- und "Rough Times"-Songideen in ein neues Konzept gezwängt, und das passt dann eben nicht, denn dort standen die ausgefallenen Ideen im Dienst des Songs. Hier bleibt nüscht hängen, der "Long Forgotten Song" wird so zur unfreiwilligen self-fulfilling prophecy. Nö...
6/10 - PM.


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