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ALLE REVIEWS :: ANACRUSIS

ANACRUSIS

REASON (RE-RELEASE) (62:00 min.)

METAL BLADE / SONY
Auf „Reason“ gingen Anacrusis 1990 schon deutlich kontrollierter zu Werke als auf Ihrem Debüt – zumindest auf den beiden erst im Studio fertig gestellten Songs „Stop Me“ und „Afraid To Feel,“ die schon eine deutliche Affinität zu den späteren, avantgardistischen Kompositionen der Missouri-Combo aufweisen, wohingegen das Gros des Albums, teilweise noch auf Demomaterial rekurrierend, weiter im klassischen Thrash verwurzelt bleibt. Man höre exemplarisch die Testament-artigen Riffkaskaden in „Wrong“ oder das wahnwitzige Tempogebolze in „Terrified.“ Nichtsdestotrotz war auf „Reason“ definitiv klar, das hier eine Band im Begriff stand, neue Ufer zu erschließen. So würzte man den alten Song „Child Inside,“ ein Relikt aus Heaven’s Flame-Tagen, mit punkiger Attitüde sowie New Wave-artigem Gesang und auch die melodiöse Ausrichtung der eingangs erwähnten Songs verdeutlichte, dass Anacrusis sich mitunter bereits weit abseits gängiger Thrash-Klischees bewegten. Insbesondere „Stop Me“ mit seiner mystischen Gesangslinie verfolgte einen bis in den Schlaf (und tut es noch immer…) – die perfekte Symbiose zwischen brutalem Riffing und eigenständiger Melodiearbeit. Für die auf „Hindsight“ zu findende Version gilt grundsätzlich dasselbe wie für „Suffering Hour.“ Geschmackvoll transponiert man das Album ins neue Jahrtausend und lässt auch kleine Ungereimtheiten bestehen. So hat man zum Beispiel den ursprünglichen CD-Bonustrack „Killing My Mind“ (entstanden aus dem Demotrack „Pendulum“) nunmehr organisch ins Album integriert, bemüht sich aber nicht, die offensichtlichen kompositorischen Defizite, die sich aus der Neuorientierung ergaben, zu glätten. Wie so viele Alben von begnadeten Bands, die im Begriff sind, sich in eine neue Richtung entwickeln, ist auch „Reason“ ein typisches Übergangsalbum: hier sitzt noch nicht jede Idee, nicht jedes Arrangement zündet – aber im Kontext der späteren Releases flackert jene Innovation auf, die die Nachfolger in den Metal-Olymp hieven sollte. Als Bonus gibt es die beiden Tracks "Wrong" und den Titeltrack "Quick To Doubt" vom 1989er Demo. Checkt gerne auch unser ausführliches Anacrusis-Special unter "Specials" an...
7,5/10 - PM.


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