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ALLE REVIEWS :: ATLANTEAN KOD ....

ATLANTEAN KODEX

THE COURSE OF EMPIRE (62:29 min.)

VÁN / SOULFOOD
Atlantean Kodex haben sich seit ihren Anfangstagen im tiefsten oberpfälzischen und fränkischen Metal-Underground zu einem mitunter kultisch verehrten Biest gewandelt, dem geradezu magische Songwritingfähigkeiten nachgesagt werden. Wie dem auch sei, nüchtern betrachtet machen die handwerklich eher durchschnittlich begabten Süddeutschen ihre Sache seit jeher sehr gut: ihr eklektischer Ansatz, sich zu gleichen Teilen in Epic- und True-Metal-Kreisen bedienend, wird mit nicht immer transparentem intellektuellem Anstrich versehen (manche mögen sagen: verbrämt) und segelt so hart an der Grenze zum Kitsch ins Langzeitgedächtnis lüsterner Kauz-Metal-Jünger. Auch "The Course Of Empire" bietet wieder ausladende Epen, die die DNA Richard M. Walkers, Quorthons, Tom Phillips´ und Joey de Maios mit jener der britischen Speerspitzen ausladender Songwritingkunst der 70er verbinden. Gerade "Lion Of Chaldea" (so nah an "Stargazer" scheint mir das Riff nun wirklich nicht...) sollte auf den kommenden Gigs für ekstatische Zuckungen im Publikum sorgen, aber auch ansonsten bietet die wie gewohnt hallig produzierte Chose mannigfaltige Aha-Momente qua eines gekonnten Spagats zwischen epischer Verträumtheit und zupackendem Riffing ("Chariots"). Man mag von Manuel Trummer, der sich inzwischen nicht nur als Metal-Journalist hervortut, sondern auch als einschlägiger Kolumnist wider die Ballermannisierung des Metal in Feuilletons versteigt, halten was man will (auch ich finde seine Verrisse von insbesondere in ähnlichen Genres wildernden Bands mitunter peinlich respektlos), aber auf Plodde schafft er es immer wieder, die Stärken Atlantean Kodex´ zu bündeln und die hörbar vorhandenen Schwächen so zu bemänteln. Markus Beckers etwas zahmer Gesang ist nicht ganz die Offenbarung, die andere zu hören vermögen, jedoch macht er gerade hier einen wirklich guten Job, auch wenn ihm gerade in den Refrains noch das letzte Iota Räudigkeit fehlt, die die wahren Meister des Fachs auszeichnet. Aber live wird die gläubige Gemeinde "People Of The Moon" oder "He Who Walks Behind The Years" (schöne Chorus-Licks) eh lauthals mitschmettern. Die poetische Klangcollage "Die Welt von gestern" beendet nach dem superben (wenn auch, wie ich finde, etwas intransparent arrangierten) Titeltrack ein Album, das seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht und den trotz aller Referenzen eigenständigen Sound Atlantean Kodex´ endgültig als Trademark etabliert. Hut ab! Kann man selbst, wenn man will, nicht scheiße finden...
8,5/10 - PM.


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