Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: YEAR OF THE G ....

YEAR OF THE GOAT

NOVIS ORBIS TERRARUM ORDINIS (55:59 min.)

NAPALM / UNIVERSAL
"Alles hat gewackelt..." heißt es bei Pippi Langstrumpf so schön, und diese Aussage trifft auf das aktuelle Line-up Year Of The Goats durchaus zu. Nurmehr zwei Originalmitglieder, wenn auch mit Frontkloß Thomas Sabbathi und dem mellotronisierenden Pope die zwei Hauptsongwriter, sind übrig geblieben. Was man den Songs auch irgendwie anhört, denn gemächlicher und majestätischer schreitet die mächtig sündige Ziege gleich mit dem Opener "Subortus" (klingt nicht so nach nach Gülle stinkender Abort wie der Titel lautmalerisch olfaktorisiert) voran. Aber glücklicherweise nicht weniger packend. Die Schweden haben noch immer ein Händchen für unvergleichlich fließende Melodien und müssen sich dafür nicht mal kübelweise Schweineblut über die Birnen kippen! Hier reihen sich die im Ohr Ehrenrunden drehenden Großtaten derart, man mag sowohl wollüstig abhotten als auch faul in der Nase bohrend dem Sinn des Lebens nachsinnen ‒ vorher mal bei Akka nachfragen, was geht (na, kennt ihr Eure schwedische Kinderliteratur)? Die sieben Todsünden werden hier eben in neun Songs vertont, da kann man schon mal ins Grübeln kommen. Verdeibelt, ich kann auch nicht rechnen, aber ein wenig Bildungsbürgertum bringt Licht ins Dunkel! Bücher eben. Doch die liest eh keiner mehr... Bekanntlich hält das Leben jedoch genauso überraschende Wendungen wie mancher Year Of The Goat-Song bereit, und man sollte sich dem einfach hingeben, zumal wenn der Zorn so abgefedert wird wie hier. Und Bücher lesen. Oder einfach mal hochmütig so was von steil gehen, bis die Völlerei den Hendrix in Dir weckt und plötzlich doch von "excrements" die Rede ist. Da wird einem ganz Spacey in der Birne, bis der Pitt ruft! Das alles macht keinen Sinn? Nur wenn man ein Geizhals ist. Als solcher wird man doch wirklich neidisch, wenn es Leute gibt, die der einzig relevanten Band des einstigen Occult Rock-Hypes beim Donnerdrummeln worshippen. Womit wir wieder bei Astrid Lindgren wären. Man mag gar nicht mehr weghören. Oder -lesen? Auch egal... Popkultur der gehobenen Sorte, das hier.
9/10 - PM.


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler