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ALLE REVIEWS :: NEW MODEL ARM ....

NEW MODEL ARMY

FROM HERE (59:34 min.)

EARMUSIC / EDEL
New Model Army begleiten mich seit etwa 1990 und haben meine musikalische Sozialisation demnach nachhaltig geprägt. Ich kenne eigentlich niemanden, der die Musik der britischen Institution komplett ablehnt; trotz dieses Konsens wurde aus Army nie eine Mainstreamband, nicht zuletzt, da Justin Sullivan sich diesem "Aufstieg" stets strikt verweigerte. Gleich der Opener "Passing Through" zeigt dies exemplarisch auf: sperrig, spröde, aber nie prätentiös auf Krawall gebürstet saugt die hörbar perfekt aufeinander austarierte Band den aufmerksamen (!) Hörer geradezu ins Album. Mit "Never Arriving" sorgt die Band erstmals für Gänsehaut bei alten Fans wie mir: Sullivans sonor erzählte, packende Geschichte (über seine Qualitäten als Texter wurde hier an anderer Stelle bereits ausreichend referiert) explodiert in einem packenden, erdigen Refrain. Auffallend auch gleich der fantastische, raumgreifende Sound, der für die Liebe der Band zu ihrer Musik steht, sodass jeder einzelne Musiker hier zur Geltung kommt. Und die Songs stehen dem in nichts nach, erinnern mich nicht selten an "The Love Of Hopeless Causes", auch wenn Sullivan sich hier weniger in den Vordergrund drängt als auf diesem Klassiker und die perkussive Kraft von "Between Dog And Wolf" nachhallen lässt (Titeltrack: "I am the master of nothing - repeat after me..."). Auch in fortgeschrittenem Alter strahlt er dabei noch jene manische Besessenheit aus, die viele seiner Anhänger so unwiderstehlich anzieht ("End Of Days"), erzählt immer wieder von ziellosem Umherwandern durch trostlose englische Landschaften und der Suche nach einem Sinn fürs Dasein. Natürlich sollte man demnach keine neuen "Green & Grey", "51st State", "Vengeance", "Purity" oder "Vagabonds" erwarten (obwohl: "Where I Am", natürlich an siebter Stelle versteckt...). Nichtsdestotrotz warten Sahnefilets wie "Great Disguise" mit reichlich Hook-Manna auf, aber es gibt neben Tanzbarem wie "Watch And Learn" eben auch reichlich "Hard Way", wobei das meditative "Maps" den Vogel im positiven Sinne abschießt. Macht aber gar nüscht, denn wer Army liebt, weiß, dass er/sie sich ein Album gefälligst zu erarbeiten hat. Ein großartiges Spätwerk!
8,5/10 - PM.


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