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ALLE REVIEWS :: SACRED REICH

SACRED REICH

AWAKENING (31:30 min.)

METAL BLADE / SONY
Ich hege generell große Sympathien für Sacred Reich sowie ihren intelligenten Sänger und Texter Phil Kugelrind. Die kürzlich erschienene Split mit Iron Reagan befeuerte die Vorfreude auf "The Awakening" aufgrund des energetisch-engagierten Punk-Bratzens "Don´t Do It Donnie", doch beim Blick auf die Spielzeit wird einem zunächst ganz grün um den Schnabel. Ja, auch der Klassiker "The American Way" war recht kurz, aber nach 23 Jahren (!) Albumabstinenz hätte man durchaus zwei Songs mehr erwarten dürfen. Das zweite Ärgernis ist der zu kraftlose, trockene Gitarrensound, der auf dem McClainschen Drumtempel geopfert wurde. Ja, der Ex von Robb Flynn ist natürlich ein top Kesselflicker, aber Thrash Metal bedarf nun einmal schneidiger Sechssaiter. Basta! Songmäßig sorgt der etwas unspektakuläre, da in den Strophen behäbig vorgetragene Titelsong zu Beginn zumindest nicht für ausgeprägtes Naserümpfen, bevor "Divide And Conquer" erstmals für Begeisterung sorgt: ein schneller Nackenbrecher mit eingängigem Refrain, live zudem sicher ein Kracher. Das Stakkato-Riff von "Salvation" (mit feiner "Crimes Against Humanity"-Referenz im Drumintro) wird über einen Ozzy-Vers in ein nicht minder mitgröhlwürdiges Hook überführt, der Harmony-lastige Mittelteil ist für Wiley Arnett recht untypisch, aber im Verbund mit Neuzugang und Jungspund Joey Radziwill (I will a!, sagt der Bayer...) wirklich gekonnt umgesetzt. "Manifest Reality" schmiedet eine ultraheiße "Ignorance"-old school Attacke, flankiert von einem Slayer-Chorusriff (wobei der Drumpattern im Intro elchig "Hell Awaits" röhrt...) sowie einem erneut erstaunlich melodischen Solo. Die knackig-rockige Midtempowalze "Killing Machine" ist demgegenüber etwas unspektakulär und zu wenig zwingend inszeniert. "Death Valley" beginnt als Echo der "Independent"-Single "Crawling" (war schon immer ein Langweiler) und kann mit seinem alternativ gestalteten Refrain aber auch so gar nicht punkten – der Tiefpunkt. Nachdem die Betriebstemperatur inzwischen deutlich abgekühlt ist, folgt mit "Revolution" eine Punk-Keule, die aber mit Referenzstücken wie dem Oingo Boingo-Cover "Who Do You Want To Be?" vom unterbewerteten "Heal"-Album in Sachen Energie nicht mithalten kann. Das melodische "Something To Believe" kann den Karren trotz eines erneut gelungenen Refrains nicht mehr vollständig aus dem Dreck ziehen: ein schwachbrüstiger Gitarrensound sowie nur vier wirklich mitreißende Songs auf gerade mal einer guten halbe Stunde Musik sorgen nach der langen Pause für ein recht ernüchterndes Fazit. Das hätte definitiv geiler und an mancher Stelle zwingender eingezockt sein dürfen, auch wenn ich mir eine absolut solide Sieben aus den Rippen schnitze. Die Erwartungshaltung können Sacred Reich jedoch mitnichten erfüllen.
7/10 - PM.


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