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ALLE REVIEWS :: SACROSANCT

SACROSANCT

TRAGIC INTENSE (RE-RELEASE) (57:27 min.)

VIC /
Nach "Truth Is... What Is" und "Recesses For the Depraved" legen VIC nun auch das vorläufige Abschiedswerk der Holländer neu auf, das ich eigentlich im Rahmen unseres "Vergessene Perlen"-Specials zu besprechen gedachte (Frank Albrechts Review im Rock Hard war dereinst übrigens schon sehr treffend). Egal. Nach dem Abgang von Sänger Michael Lucarelli und Gitarrist Gerrit Knol richtete Randy Meinhard Sacrosanct 1993 radikal neu aus, aber nicht wie so viele andere Musiker in Richtung Grunge (der Alice In Chains-Vergleich Albrechts scheint mir einigermaßen unangemessen). Der Opener "At Least Pain Lasts", dessen Text in Form des Abschiedsbriefs eines Selbstmörders auf dem Original das Backcover zierte, geht heute genau wie damals tief unter die Haut und führt zudem den radikalen Bruch mit dem Stil der beiden Vorgänger ein ‒ eine dem depressiven Sujet geschuldete doomige, beinahe gothische Grundnote hat hier Einzug gehalten, wunderbare Harmonien inklusive. Diese Stimmung zieht sich durch das gesamte Album, auf dem sich der ursprünglich von der Band kultivierte gemäßigte Techno Thrash zwar weiter nachvollziehen lässt, nur eben mit wesentlich weniger beats per minute – als Bezugsgröße fallen mir lediglich die Briten Seventh Angel mit ihrem eigentümlichen Doom Thrash ein. Die knallenden Bässe sowie die famose Gitarrenarbeit von Meinhard und Mike Kock sind hörbar vom Wave beeinflusst ("Fainted" oder das anderweitig an Coroner geschulte, jedoch etwas hektische "Cyberspace"), die Sechssaiter verbinden diese mit geradezu schwebender Leichtigkeit mit ihren traditionellen Metal-Einflüssen. Neusänger Collin Kock transportierte die neuen Melancholismen absolut überzeugend, und so wurde selbst aus Longtracks wie "The Breed Within" (die Gitarren im Mittelpart flashen vollends!) absolut stimmige und vor allem eigenständige Soundscapes. Nichts an "Tragic Intense" ist gewöhnlich oder langweilig, wer es nicht glaubt, konsultiere die Halbballade "The Gathering Of Tribes" (die allerdings auch Kocks stimmliche Limitierungen offen legt), selbst das irgendwie Zero Hours "Towers Of Avarice" vorwegnehmende Artwork ist interessant. "Tragic Intense" wurde von Meinhard und Max Morton sehr direkt remastered, dazu gibt es das Demo von "Shining Through" als Bonus. Für mich ohne wenn und aber eines der spannendsten (und damit auch nicht leicht zu konsumierenden) Metal-Alben der frühen 90er – geht mal Eure Sammlungen durch, 1993 war sowieso ein edler Jahrgang...
8,5/10 - PM.


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