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ALLE REVIEWS :: SAINT VITUS

SAINT VITUS

SAME (41:07 min.)

SEASON OF MIST / SOULFOOD
Sieben Jahre nach "Lillie: F-65" also wieder ein Album der mit ikonischem Logo ausgestatteten Fuzz Doom-Legende, und diesmal kommen wieder Fans der Scott Reager-Alben auf ihre Kosten. Der schlichte Albumtitel verweist bereits auf die Anfangstage der Band; dementsprechend knarzen die Riffs von Dave Chandler schon im Opener "Remains" an allen Ecken und Enden und lassen Fans der 80er-Vitus frohlocken. Interessant hingegen, was Scott Reagers seinen Stimmbändern im Jahre 2019 so entlockt. Hatte er schon immer einen latenten Classic Rock-Touch in der Stimme, so lässt er hier mitunter den Ian Astbury von der Leine (Refrain von "12 Years In The Tomb") und mimt im psychedelischen "A Prelude to..." gar dessen großes Vorbild Jim Morrison. Den Vogel ab schießt er jedoch in "Bloodshed" (quasi eine moderne Version des Bandklassikers "White Stallions"), und zwar mit Tom G. Warrior-Schmutz meets Astbury-Timbres. Darunter brodeln weiter die lavaesken Grooves von Henry Vasquez und Pat Bruders, die es Chandler ermöglichen, allenthalben zu seinen berühmt-berüchtigten Fiep-Feedback-Orgien anzusetzen (z. B. in "Wormhole"). "Saint Vitus" macht keinerlei Zugeständnisse an unsere Ära, sondern streckt dem Zeitgeist wohl sichtbar den Mittelfinger entgegen. Jedoch läuft man so auch Gefahr, zum Anachronismus zu werden. Chandler & Co. umschiffen diese Klippe hier aufgrund der Güte solcher Songs wie "Hour Glass" (erinnert an Place Of Skulls) und dem gänsehäutig riffenden "Last Breath" ("Hold your breath, or I´ll hold it for you...") noch relativ souverän, jedoch ist auch glasklar, dass diese Underground-Legende schon lange auf die Zielgerade eingebogen ist... Aber bei dem eingeschlagenen Tempo kann es natürlich trotzdem noch dauern, bis die Linie endgültig erreicht ist.
7,5/10 - PM.


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