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ALLE REVIEWS :: SOEN

SOEN

LOTUS (54:04 min.)

SILVER LINING /
Die Meister der raumgreifenden Hooks kehren zurück und zeigen auf dem Opener "Opponent" gleich, was so richtig flächendeckendes Songwriting bedeutet: spielend zwischen zupackend-vertracktem Riffing, meditativen Parts und Weltklassemelodien changieren nämlich. Das folgende "Lascivious" ist für Soen-Verhältnisse beinahe spartanisch und zeigt zusammen mit "Martyrs", dass die Band aus ihren ursprünglichen Einflüssen (Opeth zu "Damnation" bzw. "Ghost Reveries"-Zeiten und Tool bzw. A Perfect Circle) ein eigenes Klanguniversum geschaffen hat, welches in deutlich helleren Farben erstrahlt als die düsteren Klangteppiche der Vorbilder, ohne dabei großen Optimismus zu versprühen. Tatsächlich dreht "Lotus" weniger Arrangement-Pirouetten, kommt häufig erstaunlich zielstrebig auf den Punkt; mitunter hat eine unaufgeregt-abgeklärte Professionalität Einzug gehalten (Titeltrack oder das verträumte "Penance"), die auf "Lykaia" noch in weiter Ferne schien. Jedoch steht auch diese Facette den Skandinaviern gut zu Gesicht, und merke: wie sie Songs aus einfachen Figuren zu entwickeln verstehen und dabei ihre Riffs variieren ("Rival"), ist schlicht meisterhaft ("Covenant"). "Lotus" lebt insgesamt von seiner großen Ausgewogenheit, es gibt hier weder den einen ganz großen Hit noch eine einzige schwache Note, sondern schlicht großartige, inspirierte Musik von der ersten bis zur letzten Sekunde. Es scheint, als habe man mit der leichten Kurskorrektur ein Abdriften in übertriebenen Intellektualismus verhindert. Und nochmal: ich halte es für ein großes Gerücht, Åkerfeldt sei ein (gar deutlich) besserer Sänger als Joel Ekelöf. Vielmehr lebt dieser, ähnlich wie Jonas Renkse, von der großen Emotionalität in seiner Stimme, die der Musik eine tiefere Dimension verleiht. Und wenn wir schon dabei sind: Katatonia-Fans greifen ihre neue Ersatzdroge ungehört ab.
9/10 - PM.


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