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ALLE REVIEWS :: STAY TUNED

STAY TUNED

SAME (73:25 min.)

EAR / EDEL
Für den guten Zweck zu musizieren hat seit den 80ern Tradition im Rockbiz und ist definitiv zu begrüßen. Die aus "Stay Tuned" gewonnenen Erträge kommen dem Linda McCartney Fundraising Centre zugute, aber immerhin will man auch als dem karitativen Zweck zugewandter Konsument sein Geld nicht ziellos ausgeben. Also hat der Österreicher Bernhard Welz hier geklotzt statt gekleckert und neben den Purple-Größen Paice, Gillan, Glover, Morse und Airey zum Beispiel noch die Edelvokalisten Jeff Scott Soto und Tony Martin sowie Gitarrenlegende Steve Lukather aktiviert. Über Geschmack lässt sich bei solchen Projekten leider trefflich streiten, so stellenweise auch hier: "Fading Away" (mit Gillan und Dan McCafferty) etwa erinnert (offenbar bewusst) nicht selten an die Live Aid-Schmonzetten "We Are The World" und "Do They Know It´s Christmas?", ein Eindruck, der sich mit dem von Katrina Leskanich durchaus kompetent eingesungenen, jedoch arg klischeehaften "Let The Stars Shine On" verfestigt. "Traffic Night" ist da schon von anderem Kaliber und darf im Mittsiebziger Purple-Style grooven, wobei ex-Persian Risk-Fronter Carl Sentance eine gute Figur abgibt. Und diese Steilvorlage wird dann auch tatsächlich weiterverfolgt: das heftig riffende "Empathy" mit Soto ist tatsächlich gar nicht weit von Sons Of Apollo entfernt und verbindet deren frischen Retrosansatz mit Led Zep-Reminiszenzen – cool! Für Tony Martin wird dann gar ein fettes Iommi-Riff hervorgezaubert, auch wenn "Young Free And Deadly" an sich wenig spektakulär dahinplätschert. Dieses auf und ab setzt sich anschließend fort ‒ einzelne Parts sind wunderbar, insgesamt törnt "Stay Tuned" aber nicht wirklich an, auch wenn das episch angelegte "Secret Land" mit Sentance noch einmal aufhorchen lässt. Für Purple-Fans ist die von Steve Lee gar nicht so schlecht eingesungene 2009er-Version von "Child In Time" mit dem mächtigsten aller Rockkeyboarder, (Sir) Jon Lord, allerdings ein echtes Schmankerl. Anyway, man muss sich schon überlegen, ob der gute Zweck den Kauf eines durchwachsenen Albums rechtfertigt. Jedoch: Welz hat angesichts des zwangsläufig wenig homogenen Ansatzes eines solchen Projekts einen wirklich guten Job gemacht, das sollte man ihm nicht absprechen.
6,5/10 - PM.


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