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ALLE REVIEWS :: METAL INQUISI ....

METAL INQUISITOR

PANOPTICON (42:29 min.)

MASSACRE / SOULFOOD
Vier Jahre lang, seit dem letzten Longplayer „Ultima Ratio Regis“, war wenig zu hören von der Koblenzer Metal-Institution Metal Inquisitor. Nun gibt es den aktuellen, mittlerweile fünften Langdreher „Panopticon“. Um alle Fans von vornherein zu beruhigen, die lange Pause hat ihnen nicht geschadet und der traditionelle, von der New Wave of British Heavy Metal beeinflusste Stil der Truppe ist erhalten geblieben. Bei Tracks wie dem geilen Opener „Free Fire Zone“, dem Banger „Beyond Nightmares“, dem Speedster „Shock Tactics“ und den beiden fetten Krachern „Scent Of Fear“ und „War Of The Priests“ wird man förmlich dazu verleitet, die Riffs von Blumi und T.P. mit der Air-Guitar nachzuspielen. Dazu legen Havoc und Cliff Bubenheim ein solides Rhythmusfundament und über allem erheben sich die geilen Vocal-Melodien von El Rojo, dessen Stimme vielleicht nicht die „beste“ im Metal-Bereich ist, aber die Melodien bestens zur Mucke intoniert. Auch die weiteren vier Nummern haben es in sich und weisen keinen einzigen Ausfall auf. Die Produktion ist angenehm erdig, aber zu jeder Zeit differenziert. Daumen hoch für ein weiteres Highlight aus dem Hause Metal Inquisitor und einen fetten Kaufbefehl für alle Trad-Metalheads! (LL)

Schockschwerenot, da wird der Untergrund beben: Metal Inquisitor machen einen auf Neu! Gemach, gemach, die Bemerkung betrifft lediglich die Produktion, in der der Bass förmlich explodiert un de Ruuhde schwär alt aussäähn löößt (wie man in Kowwelenz sagt...). Übersetzt für den Rest der Republik: El Rojo wurde etwas in den Hintergrund gemischt, der Gitarrensound marginal modernisiert, und der Bass pumpt nun eben so, wie er es auf "... And Justice For All" verdient gehabt hätte, oder, Cliff? Vordergründig schick gemacht, jedoch siehe unten! Ansonsten regiert hier wie eh und je the class of up to `86, alles was danach auf den Markt kam, ist verpönt. Maiden (diesmal ganz viel ‒ wer erkennt das Riff von "Change Of Front"?), Saxon, Priest, Angel Witch, Satan, Metallica (beim Thrash hat man, trotz des starken Breaks, diesmal jedoch eher gen B-Klasse Slayer-Epigonen geschielt – "Discipline And Punish") und das gesamte Arsenal der NWOBHM regieren hier mit fester, gar unerbittlicher Hand, auch wenn man der Band nach nunmehr fünf Alben zugestehen sollte, ihre eigene Handschrift unter den Kopisten gefunden zu haben, was nicht zuletzt an Blumis wie immer geschmackssichererer Gitarrenarbeit liegt (und ja, der T. P. kann das auch ganz gut). Zudem ist der Spirit vollkommen intakt, da sieht man auch über kleine spieltechnische Unsauberkeiten und Arrangementholperer hinweg (zu Beginn von "Change Of Front" oder "War Of The Priests" [dessen Riff man dann doch vielleicht schon das ein oder andere Mal zu häufig gehört hat] – und wird der Opener "Free Fire Zone" vor El Rojos Einsatz tatsächlich schneller?), die eh zu einem authentischen Sound dazugehören. Richtig cool ist der diesmal einzige Longtrack "Re-Sworn The Oath" mit seinem eingängigen Basisriff geworden, "Scent Of Fear" sollte live für mächtig Alarm sorgen, "Beyond Nightmares" dito. Was aber mal wieder fehlt, sind mitunter die ganz großen Ausrufezeichen an der Refrainfront, die etwa "Call The Banners" setzen konnte; "Free Fire Zone" kommt dem noch am nächsten. Daher: knappe acht Pünktsche aus Müllem-Kärlesch gone Dresden! Beim nächsten Mal sollte man sich außerdem ein wenig aus dem eigenen Panopticon befreien und dem Ensemble soundmäßig mehr Luft zum Atmen geben, zumindest ich warte noch immer auf den möglichen großen Wurf aus dem Hause Metal Inquisitor! Damit stehe ich aber vielleicht auch genauso allein wie der unnütze Atommeiler vor des Müllemers Haustür... (PM.)
9/10 & 8/10 - LL. & PM.


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