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ALLE REVIEWS :: SPIRES

SPIRES

A PARTING GIFT (63:10 min.)

EIGENPRESSUNG / UK-IMPORT
Spires haben sich in den letzten acht Jahre im "extremen" Progsektor eine, wenn auch sehr kleine (die letzten beiden CDs sind, obwohl auf 500 Einheiten limitiert, noch immer nicht vergriffen...), Fangemeinde erspielt. Doch auch in einer Zeit, in der Neuigkeiten schneller als der Schall reisen, wurde ich kürzlich auf dieses neuerliche, bereits im September erschienene Kleinod lediglich durch Zufall aufmerksam. Underground deluxe, zumal selbst Szenekenner wie die Herren CL und AF ahnungslos waren. Optisch haben sich Spires (oder ihre Haus- und Hofkünstlerin Daniella Morrison) neu erfunden und setzen nach Sepia nun auf Schwarzweiß. Musikalisch ist die "Still Life" bis "Watershed"-Phase Opeths noch immer der grobe Orientierungspunkt, es wurde aber hörbar nachjustiert, wie schon der Opener "Black Ravines" mit seinem sphärischen, einen Extol-Touch versprühenden Refrain verrät. Spires klingen anno 2018 noch düsterer als in der Vergangenheit, die Stücke strahlen streckenweise eine brutalere Death Metal-Aura aus, jedoch muss man nie auf die spätestens seit der "Lucid Abstractions"-EP liebgewonnenen Melodienexplosionen verzichten, die insbesondere Longtracks wie das Albumherzstück "The Seer" oder "The Court Of Clashing Skies" so besonders wertvoll machen. Konzis segelt diesmal nur der Titeltrack über den Kanal, aber auch hier hat Paul Sadler zahlreiche atonale Hürden eingebaut, die den Zugang zu "A Parting Gift" versperren helfen. Die Songs strahlen diesmal mitunter eine beinahe doomige Schwere aus (das mächtige Riff von "Seed Of Dionysus" würde, dichter produziert, gar Nile zur Ehre gereichen), die instrumentalen Fähigkeiten jedes einzelnen Musikers sind dabei jedoch über jeden Zweifel erhaben und sie setzen ihre Fähigkeiten so gezielt ein, dass der Fluss des Albums greifbar bleibt. Zudem ist die Produktion wie immer absolut konkurrenzfähig, die Texte absolut lesenswert... Mehr Kaufargumente kann eine derart "kleine", musikalisch aber ganz große Band wahrlich nicht bieten. Auch wenn die Ausnahmestellung des Vorgängers "The Whisperer" unangetastet bleibt, muss man sich "A Parting Gift" zusammen mit der neuen Steorrah unter den Weihnachtsbaum legen. Hoffen wir mal, dass der Albumtitel nicht programmatisch zu verstehen ist...Be quick or be brexited. http://www.spiresband.bandcamp.com
8,5/10 - PM.


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